Cupra Raval startet als erschwingliches E-Fahrzeug auf MEB+-Plattform

Bearbeitet von: Tetiana Pin

Cupra Raval — ein revolutionäres Elektroauto

Der Volkswagen Konzern hat mit der offiziellen Vorstellung des Cupra Raval einen strategischen Akzent im Segment der kompakten Elektrofahrzeuge gesetzt. Dieses Modell markiert den Auftakt für eine neue Generation kosteneffizienter E-Autos, die auf der weiterentwickelten und kostenoptimierten MEB+-Architektur des Konzerns basieren. Die Markteinführung in Europa ist für den Sommer 2026 vorgesehen, wobei das Fahrzeug die sportliche Ausrichtung der Marke Cupra mit der Notwendigkeit einer breiter zugänglichen Elektromobilität verbinden soll.

Die Entwicklung des Raval fand in der spanischen SEAT-Einrichtung in Martorell statt, einem Standort, der auch für die Fertigung des Volkswagen ID. Polo und des Skoda Epiq auf derselben Plattform vorgesehen ist. Der Raval positioniert sich als B-Segment-Fahrzeug mit einer Länge von 4,05 Metern. Bemerkenswert ist das Kofferraumvolumen von 441 Litern, das sogar das Fassungsvermögen des größeren Cupra Born übertrifft. Technisch basiert das Fahrzeug auf der MEB+-Plattform, einer überarbeiteten Version des Modularen E-Antriebs-Baukastens, die auf verbesserte Kosteneffizienz und die Einführung von Cell-to-Pack-Batteriesystemen mit LFP-Zellen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit setzt. Anders als die größeren MEB-Geschwister wird der Raval, analog zum ID. Polo, mit Frontantrieb ausgestattet.

Die Antriebspalette umfasst vier Leistungsstufen, die auf zwei Batterieoptionen aufbauen. Die Basis bildet ein 37-kWh-LFP-Akku, der im Einstiegsmodell Origin eine Leistung von 85 kW (116 PS) und eine geschätzte Reichweite von rund 300 Kilometern ermöglicht, mit einer DC-Ladeleistung von 50 kW oder 90 kW. Für höhere Leistungsanforderungen steht eine 52-kWh-NMC-Batterie zur Verfügung, die in den V1- und V2-Trims bis zu 155 kW (211 PS) liefert und eine Reichweite von bis zu 280 Meilen ermöglicht. Das Schnellladen mit 105 kW erlaubt eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 23 bis 24 Minuten. Die Performance-Variante VZ nutzt exklusiv die größere Batterie, leistet 166 kW (226 PS) und erreicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,8 bis 7,0 Sekunden, was einer Reichweite von etwa 250 Meilen entspricht.

Im Interieur setzt der Raval auf eine moderne digitale Architektur, bestehend aus einem 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und einem 12,9-Zoll-Zentraltouchscreen mit einem Android-basierten Betriebssystem. Ein Detail ist die Rückkehr physischer Tasten am Lenkrad für Fahrwerksmodi und Rekuperation, während die Klimasteuerung weiterhin über Slider erfolgt. Optional ist ein 475-Watt-Sennheiser-Soundsystem mit 12 Lautsprechern erhältlich. Der Raval tritt in direkten Wettbewerb mit Modellen wie dem Renault 5 und dem Kia EV2, wobei Cupra die sportlich-emotionale Nische besetzen möchte. Zielpreise für das Basismodell werden mit unter 23.000 Britischen Pfund (etwa 26.000 Euro) genannt, was eine aggressive Positionierung im Markt darstellt. Marcus Gossen, Geschäftsführer von SEAT und CUPRA UK, sieht im Raval ein definierendes Modell für die Marke, das die sportliche DNA mit der neuen Ära der Elektrifizierung verbindet.

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Quellen

  • kreiszeitung.de

  • Forbes

  • CarExpert NZ

  • CarExpert

  • Regit

  • Autocar

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