Tarantinos Regie-Doppelpack bei „CSI“: Die „Grave Danger“-Episode erhielt 2005 eine Emmy-Nominierung

Bearbeitet von: An goldy

Das zweiteilige Staffelfinale der fünften Staffel von „CSI: Crime Scene Investigation“, betitelt „Grave Danger“ (dt. „In Todesgefahr“), markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Karriere von Quentin Tarantino. Es stellte seine seltene Ausflüge in die Fernsehregie dar. Diese 2005 ausgestrahlte Produktion offenbarte unverkennbar Tarantinos stilistische Handschrift. Er verband nervenzerreißenden Suspense mit seinen charakteristischen Szenen, wobei der Höhepunkt, in dem der Protagonist lebendig begraben wird, besonders in Erinnerung blieb.

Tarantino, weltberühmt für Kinohits wie „Pulp Fiction“ und „Inglourious Basterds“, legte bewusst einen filmischen Anspruch an diese Doppelfolge, um sie als einen „CSI-Film“ zu etablieren. Dieses Fernsehprojekt war ein voller Erfolg: Tarantino wurde für seine herausragende Regiearbeit in einer Dramaserie mit einer Nominierung für den Emmy Award ausgezeichnet. Der Regisseur, der zuvor 1995 eine Episode von „Emergency Room – Die Notaufnahme“ inszeniert hatte, nahm die Herausforderung an, motiviert durch seine aufrichtige Zuneigung zur Serie „CSI“.

Die Ausstrahlung der Episode auf CBS erfolgte am 19. Mai 2005 und zog ein beachtliches Publikum an. Im Durchschnitt verfolgten 35,15 Millionen Zuschauer die Premiere. Darüber hinaus würdigte das renommierte TV Guide Magazin „Grave Danger“ mit einem 47. Platz in seiner Liste der 100 größten Fernsehfolgen aller Zeiten. Dies unterstreicht die nachhaltige Wirkung, die Tarantinos Beteiligung auf das Format hatte.

Die Geschichte, die Tarantino selbst entwickelte, drehte sich um die Entführung von Nick Stokes (gespielt von George Eads). Dieser wurde in einem gläsernen Sarg mit begrenztem Sauerstoffvorrat lebendig eingemauert. Dieses Szenario stellte eine direkte Hommage an das Schicksal der Braut in Tarantinos Film „Kill Bill: Volume 2“ dar. Das forensische Team, bestehend aus Greg Sanders, Catherine Willows und Warrick Brown, musste in einem Wettlauf gegen die Zeit agieren, um ihren Kollegen vor Ablauf des 12-Stunden-Limits zu retten.

In der Episode kamen Tarantinos Markenzeichen deutlich zum Vorschein: Elemente der Gewaltdarstellung, Explosionen und insbesondere Szenen von Halluzinationen, die in Schwarz-Weiß gehalten waren. Dies hob die Folge merklich vom üblichen Ton der Krimiserie ab. Zudem wirkten Hollywood-Größen mit, die sich selbst als Freunde des Millionärs Sam Brown darstellten. Darunter waren Tony Curtis und Frank Gorshin. Für Gorshin, bekannt als der Riddler aus der „Batman“-Serie, sollte dies die letzte Rolle sein. Er verstarb nur zwei Tage vor der Ausstrahlung an Lungenkrebs, Emphysem und Lungenentzündung; die Episode wurde ihm gewidmet. Auch John Saxon trat in der Folge als Antagonist Walter Gordon auf.

Obwohl Tarantino parallel an Robert Rodriguezes Film „Sin City“ (2005) arbeitete, streute er Popkultur-Referenzen in die Serie ein, beispielsweise Dialoge über Brettspiele. Dieses Fernsehprojekt bewies Tarantinos Vielseitigkeit als Regisseur, die über die Kinoleinwand hinausgeht. Er schloss eine zukünftige Arbeit an Fernsehserien nicht aus, da er der Meinung war, das Medium habe nun seine Ambitionen für längere Erzählstränge eingeholt. „Grave Danger“ bleibt somit einer der spannendsten und denkwürdigsten Momente in der Historie von „CSI: Crime Scene Investigation“ und bestätigt Tarantinos Fähigkeit, jedes Format nachhaltig zu prägen.

Quellen

  • British GQ

  • Sun Journal

  • Grave Danger - Wikipedia

  • Quentin Tarantino's CSI: Revisiting "Grave Danger" - YouTube

  • Why Quentin Tarantino Plans to Stop Directing After 10 Movies - Tankers International

  • Untitled Quentin Tarantino project listed to begin shooting in 2025 | Film Stories

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