Brasiliens olympische Eleganz: Die exklusive Moncler-Kollaboration für Mailand-Cortina 2026

Bearbeitet von: Katerina S.

Die offizielle Einkleidung der brasilianischen Delegation für die kommenden Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina hat bereits weit vor dem Startschuss für internationales Aufsehen gesorgt. Diese besondere Kollektion ist das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen dem renommierten italienischen Modehaus Moncler und dem brasilianischen Designer Oskar Metsavaht, dem Gründer der bekannten Marke Osklen. Die Zusammenarbeit markiert einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie südamerikanische Nationen ihre Identität im Wintersport präsentieren.

In diesem Projekt verschmilzt die technische Exzellenz von Moncler im Bereich der alpinen Hochleistungskleidung mit der kreativen Handschrift Metsavahts. Oskar Metsavaht, der neben seiner Karriere in der Modebranche auch als Honorarkonsul von Estland in Rio de Janeiro tätig ist, beschrieb die Kollektion als eine Art „psychologische Rüstung“. Diese soll den Athleten nicht nur Schutz bieten, sondern ihnen auch ein Gefühl von Fokus und Stolz während der feierlichen Zeremonien verleihen. Remo Ruffini, der CEO von Moncler, betonte, dass die Kooperation durch Metsavahts tiefes Verständnis für die Berge – resultierend aus seiner Erfahrung als ehemaliger Snowboarder – besonders authentisch sei. Für Moncler bedeutet dieses Engagement zudem die erste Rückkehr zu den Olympischen Spielen seit dem Jahr 1968.

Während der Eröffnungsfeier werden die Fahnenträger Lucas Pinheiro Braaten und die Skeleton-Athletin Nicole Silveira in speziell angefertigten Umhängen aus recyceltem Nylon auftreten. Das Design dieser Capes ist eine direkte Anspielung auf die ikonische Karakorum-Jacke von Moncler. Ein besonderes Detail ist die auf der Innenseite eingearbeitete brasilianische Flagge, die als diskretes, aber kraftvolles Symbol für den nationalen Zusammenhalt dient. Die übrigen Teammitglieder werden in Outfits in Blau- und Grüntönen präsentiert, die ebenfalls eine Hommage an die Landesfarben darstellen. Metsavaht verzichtete dabei bewusst auf folkloristische Elemente und setzte stattdessen auf eine minimalistische, strenge Silhouette, die Klarheit und Entschlossenheit ausstrahlt.

Ein entscheidender Faktor für das Zustandekommen dieses prestigeträchtigen Sponsorings war der Skirennläufer Lucas Pinheiro Braaten. Als offizieller Markenbotschafter von Moncler nutzte Braaten seine weitreichenden Kontakte in der Welt des alpinen Spitzensports, um die Partnerschaft zu initiieren. Sein Einfluss verdeutlicht, wie moderne Athleten zunehmend als Brückenbauer zwischen globalen Luxusmarken und nationalen Sportverbänden fungieren, um neue Standards in der Sportvermarktung zu setzen.

Die strategische Beraterin Giulini Schauer hob hervor, dass Brasiliens modischer Auftritt eines der meistdiskutierten Themen der Spiele sein wird. Diese Entwicklung bestätigt einen globalen Trend, der sich bereits bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 manifestierte: Die gezielte Verschmelzung von High-Fashion und Sport wird immer mehr zu einer strategischen Säule, um die internationale Attraktivität und die mediale Präsenz der Spiele zu steigern. Brasilien nutzt diese Bühne, um sich als moderne und stilbewusste Sportnation zu positionieren.

Die Kooperation zwischen Moncler und Metsavaht steht zudem im Einklang mit einer breiteren Bewegung bei den Spielen in Mailand-Cortina, bei der Luxusmarken verstärkt technische Funktionalität mit High-End-Ästhetik verbinden. Dieser Trend zeigt sich auch bei anderen großen Nationen:

  • Das italienische Team wird in Outfits von EA7 Emporio Armani antreten, dem Sportlabel des legendären Giorgio Armani.
  • Die Mannschaft der USA wird von Ralph Lauren eingekleidet, wobei innovative Basisschichten von Kim Kardashians Marke Skims zum Einsatz kommen.

Diese Synergien unterstreichen, dass die Olympischen Spiele längst nicht mehr nur ein sportlicher Wettkampf sind, sondern auch eine globale Plattform für modische Innovation und kulturellen Ausdruck.

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Quellen

  • ND

  • G1

  • Capricho

  • Comitê Olímpico Brasileiro

  • Estadão

  • ND Mais

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