Giorgio Armani Archivio in Parma: Ausstellung bis Februar 2026 verlängert

Bearbeitet von: Katerina S.

Die bedeutende Ausstellung „Giorgio Armani Archivio CSAC: Genialität und Kreativität von Giorgio Armani“, die derzeit in der Abtei Valserena in Parma beheimatet ist, wurde offiziell bis zum 15. Februar 2026 verlängert. Diese Initiative, die gemeinschaftlich von der Universität Parma und dem Zentrum für Kommunikationsstudien und -archivierung (CSAC) ins Leben gerufen wurde, versteht sich als eine tiefe Hommage an den legendären italienischen Modeschöpfer, der im September 2025 verstarb. Die Schau, die ursprünglich am 13. Dezember 2025 ihre Pforten öffnete, unterstreicht die zeitlose Relevanz von Armanis Erbe für die globale Modewelt und bietet einen tiefen Einblick in sein visionäres Schaffen.

Der Veranstaltungsort, die Abtei Valserena, ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster aus dem Jahr 1298 und dient dem CSAC bereits seit 2007 als Archivstandort, was der Ausstellung eine außergewöhnliche historische Tiefe verleiht. In diesen ehrwürdigen Mauern werden über einhundert Originalexponate präsentiert, die sorgfältig aus der umfangreichen Giorgio Armani Foundation ausgewählt wurden. Diese Stiftung umfasst mehr als 8.000 Materialien, die der Designer bereits in den 1980er Jahren dem CSAC anvertraute. Der Schwerpunkt der aktuellen Präsentation liegt auf Entwürfen, Zeichnungen und Skizzen aus den Jahren 1975 bis 1980. Laut Sara Martin, der stellvertretenden Direktorin des CSAC, markiert genau diese Ära den entscheidenden Moment, in dem Armani „wirklich zu Armani wurde“.

Die ausgestellten Werke verdeutlichen Armanis radikale stilistische Transformation, die unter anderem die Einführung des dekonstruierten Sakkos und des modernen Damenanzugs umfasste. Diese Entwürfe zeichneten sich durch fließende Linien und einen völlig neuen Tragekomfort aus, indem sie die Kleidung von den starren Polstern und schweren Einlagen befreiten, die den strengen Look der 1970er Jahre dominierten. Die Schau beleuchtet zudem, wie Armani die Herrenmode durch weichere Silhouetten revolutionierte und damit den Weg für eine fließende Austauschbarkeit zwischen den Geschlechtern ebnete. Sein unstrukturierter Blazer legte den Grundstein für das, was wir heute unter modernem Tailoring verstehen.

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist eine kuratierte Auswahl an Presseausschnitten, die Armanis internationalen Aufstieg und seine frühen Verbindungen zur Filmindustrie dokumentieren. Besonders hervorzuheben sind die Plakate ikonischer Filme, die seinen Einfluss zementierten, darunter Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ (Annie Hall) und Paul Schraders „Ein Mann für gewisse Stunden“ (American Gigolo). Im Jahr 1978 trug Diane Keaton bei der Oscar-Verleihung für „Annie Hall“ ein Armani-Ensemble, während der Durchbruch von Richard Gere im Jahr 1980, der im Film komplett in Armani gekleidet war, das dekonstruierte Sakko weltweit als Symbol für mühelose Eleganz etablierte. Diese Meilensteine zeigen eindrucksvoll, wie der Designer die Garderobe durch entspannte Schnitte und neutrale Farbtöne neu definierte.

Die Realisierung dieses Projekts erfolgte unter der Schirmherrschaft des Rektors der Universität Parma, Paolo Martelli, sowie der stellvertretenden CSAC-Direktorin Sara Martin und mit Unterstützung von Barbara Lori, der Vizepräsidentin der gesetzgebenden Versammlung der Region Emilia-Romagna. Die Exponate, die oft handschriftliche Notizen und Stoffmuster enthalten, gewähren einen seltenen Einblick in die präzise Arbeitsweise des Meisters. Durch die Verlängerung bis zum 15. Februar 2026 erhalten nun noch mehr Modebegeisterte die Gelegenheit, dieses einzigartige Archiv in der Sektion Media-Fashion des Zentrums zu erkunden und die Wurzeln eines der einflussreichsten Modedesigner der Geschichte zu verstehen.

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Quellen

  • Agenparl

  • Università degli studi di Parma

  • ELLE

  • Artribune

  • CSAC Centro Studi e Archivio della Comunicazione

  • Wikipedia

  • Sky TG24

  • Corriere della Sera - Il Magazine del Parrucchiere

  • Marie Claire

  • CSAC Centro Studi e Archivio della Comunicazione

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