Pieter Mulier zum Chief Creative Officer von Versace ernannt: Ein neues Kapitel unter der Prada-Gruppe
Bearbeitet von: Katerina S.
Die Prada-Gruppe hat die Ernennung von Pieter Mulier zum neuen Chief Creative Officer des Modehauses Versace offiziell bestätigt. Dieser bedeutende Karriereschritt ist für den 1. Juli 2026 vorgesehen und markiert einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte des Unternehmens. Die Entscheidung folgt unmittelbar auf den Abschluss der Übernahme von Versace durch die Prada-Gruppe, die im Dezember 2025 vollzogen wurde.
Mulier übernimmt die kreative Leitung von Dario Vitale, dessen Tätigkeit im Dezember 2025 endete. Vitale, der zuvor als Design-Direktor bei Miu Miu tätig war, zeichnete für eine einzige Kollektion verantwortlich, die im September auf der Mailänder Modewoche präsentiert wurde. Mit diesem Wechsel setzt das Haus Versace auf eine neue kreative Vision, um die Marke nach der Integration in die Prada-Gruppe neu zu positionieren.
Die Verpflichtung von Mulier stellt die erste maßgebliche strategische Handlung von Lorenzo Bertelli dar. Als Verwaltungsratsvorsitzender von Versace und Erbe der Prada-Dynastie identifizierte Bertelli den Designer als die Schlüsselfigur, die notwendig ist, um das brachliegende Potenzial der Marke Versace vollständig zu entfalten. Bertelli betonte dabei die Wichtigkeit, eine Brücke zwischen Tradition und Moderne zu schlagen.
In offiziellen Statements drückte Bertelli sein volles Vertrauen in Muliers Talent aus, einen tiefgreifenden Dialog mit dem opulenten Erbe von Versace zu führen. Er verwies dabei auf die beachtlichen Erfolge, die Mulier bei Alaïa feiern konnte. Während seiner fünf Jahre im Pariser Haus Alaïa gelang es ihm, die Marke durch markante, skulpturale Silhouetten und eine präzise architektonische Linienführung zu verjüngen. Unter seiner Führung wandelte sich Alaïa von einem exklusiven, aber kleineren Modehaus zu einer Marke mit enormer kommerzieller Strahlkraft und medialer Präsenz.
Muliers beruflicher Werdegang ist eng mit dem Namen Raf Simons verknüpft. Bevor er 2021 die Leitung bei Alaïa übernahm, fungierte er jahrelang als wichtigster Stellvertreter von Simons bei renommierten Häusern wie Jil Sander, Dior und Calvin Klein. Diese langjährige Zusammenarbeit auf höchstem Niveau hat Muliers Verständnis für Markenidentität und handwerkliche Perfektion maßgeblich geprägt.
Seine Arbeit bei Alaïa, wo er als erster Kreativdirektor nach dem Tod von Azzedine Alaïa im Jahr 2017 antrat, war geprägt von dem Streben nach „zeitgenössischer Schönheit“. Dabei orientierte er sich stets an der Leidenschaft des Gründers für Form und Silhouette. Seine Kollektionen waren eine meisterhafte Mischung aus historischen Archiv-Zitaten und zukunftsweisender Konstruktion. Bevor er seine neue Aufgabe in Italien antritt, wird Pieter Mulier im März 2026 seine letzte Kollektion für Alaïa während der Pariser Modewoche vorstellen.
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Quellen
Paris Match
2 News Nevada
LaVanguardia
San Francisco Gate
Dazed
TheIndustry.fashion
Wallpaper Magazine
nss magazine
Prada Group
dscene
Vogue Scandinavia
Wallpaper Magazine
TheIndustry.fashion
Dazed
Wallpaper Magazine
nss magazine
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Vogue Scandinavia
Hypebeast
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Dazed
Fashion United
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