Der Zyklon Ditwah brachte am 28. November 2025 verheerende Sturzfluten und tödliche Erdrutsche über Sri Lanka und versetzte weite Teile des Inselstaates in einen Ausnahmezustand. Anhaltende, sintflutartige Niederschläge erreichten in einigen Zonen beispiellose Ausmaße, wobei lokale Berichte von über 500 Millimetern Regen innerhalb eines einzigen Tages in bestimmten Gebieten sprechen. Diese extremen Wetterbedingungen führten zur direkten Betroffenheit von mehr als 150.000 Menschen, die sich über 15 Distrikte verteilen.
Als Reaktion auf die Krise ordnete die Regierung Sri Lankas, vertreten durch Präsident Anura Kumara Dissanayake, einen weitreichenden Shutdown staatlicher Ämter und Schulen an, um Rettungs- und Hilfsmaßnahmen zu priorisieren. Die offizielle Bilanz der Naturkatastrophe meldete bis zum späten Freitag über 80 Todesopfer, mit Dutzenden weiteren Vermissten, wie das Katastrophenschutzzentrum bestätigte. Besonders kritisch ist die Lage in den zentralen Hochlandregionen, namentlich Badulla und Nuwara Eliya, wo Erdrutsche die meisten Todesfälle verursachten; allein in diesen Distrikten kamen über 25 Menschen ums Leben, oft unter Erdmassen begraben.
Die anhaltenden Regenfälle, die laut Wetteramt seit zwei Tagen andauern, ließen Flüsse wie den Kelani bei Colombo über die Ufer treten und führten zur Ausgabe von Warnungen der höchsten Stufe für mehrere Flussbecken. Die kritische Infrastruktur erlitt massive Einbußen: Über 600 Wohneinheiten wurden zerstört, und der gesamte Personenverkehr auf der Schiene musste eingestellt werden, da Trümmer die Gleisanlagen blockierten. Auch der Straßenverkehr ist in vielen Korridoren unpassierbar, was die logistische Bewältigung der Krise erschwert.
Der Zyklon Ditwah, der sich am 27. November 2025 im Golf von Bengalen formierte und sich zunächst mit 65 km/h bewegte, traf die Ostküste und verstärkte sich über der Insel. Die Ostküste, die gebirgige Mitte mit touristischen Zentren wie Kandy sowie die Hauptstadt Colombo an der Westküste sind besonders stark betroffen. Als unmittelbare Reaktion auf die humanitäre Notlage initiierte die Regierung Indiens unter Premierminister Narendra Modi die Hilfsmission „Operation Sagar Bandhu“, die der „Neighbourhood First“-Politik entspricht.
Diese Operation beinhaltet die Entsendung von Marineeinheiten zur schnellen Bereitstellung von Hilfsgütern. Die Marineeinheiten INS Vikrant und INS Udayagiri haben bereits Hilfslieferungen in Colombo übergeben, darunter 4,5 Tonnen Trockenrationen und 2 Tonnen Frischwaren zur Deckung des dringenden Bedarfs. Die Entsendung unterstreicht Indiens Engagement als unterstützender Partner in der Region des Indischen Ozeans, verankert in der maritimen Vision „MAHASAGAR“. Angesichts der anhaltenden Wetterinstabilität wies Präsident Dissanayake die Tourismusbehörden an, die Versorgung ausländischer Touristen sicherzustellen, während Flugausfälle den Reiseverkehr zusätzlich beeinträchtigten.



