Morgenroutine: Kaffeekonsum-Timing beeinflusst Mortalitätsrisiko laut Studie

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die Optimierung der Lebensspanne und eines gesunden Alterns hängt maßgeblich von konsistenten täglichen Routinen ab, wobei die Gestaltung der Morgenstunden eine zentrale Rolle spielt. Experten, darunter Dr. Sebastián La Rosa, der sich auf evidenzbasierte Medizin spezialisiert hat, betonen die Notwendigkeit einer initialen Rehydratation mit Wasser nach der nächtlichen Fastenperiode, um den Stoffwechsel anzukurbeln und die kognitive Funktion zu steigern, noch bevor Stimulanzien wie Kaffee konsumiert werden. Diese frühe Wasserzufuhr unterstützt die Nierenfunktion und die Verdauungsprozesse. Ergänzend ist die zeitnahe Exposition gegenüber natürlichem Tageslicht essenziell, da diese den zirkadianen Rhythmus neu kalibriert und somit die Regulierung der Schlaf-Wach-Zyklen fördert.

Bahnbrechende Beobachtungsdaten untermauern die Bedeutung des Timings beim Kaffeegenuss für die Langlebigkeit. Eine umfangreiche Studie, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde und Daten von über 40.000 US-Erwachsenen aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) auswertete, identifizierte signifikante Korrelationen. Die Analyse, geleitet von Forschern der Tulane University unter der Leitung von Dr. Lu Qi, untersuchte drei Konsummuster: den „Morgentyp“ (36 % der Teilnehmer, die Kaffee vor dem Mittag konsumierten), den „Ganztagstyp“ (14 % der Teilnehmer) und Nichttrinker (48 %).

Über einen medianen Beobachtungszeitraum von 9,8 Jahren zeigten Kaffeetrinker des Morgentyps ein um 16 % geringeres Risiko für die Gesamtsterblichkeit und ein um 31 % reduziertes Risiko für kardiovaskulär bedingte Todesfälle im Vergleich zu Personen, die keinen Kaffee tranken. Dieser schützende Effekt wurde primär auf die in Kaffee enthaltenen antioxidativen Bestandteile zurückgeführt, die zu diesem Zeitpunkt optimal wirken können. Entscheidend ist die Beobachtung, dass die Verteilung des Kaffeekonsums über den Tag hinweg – also auch am Nachmittag oder Abend – nicht denselben signifikanten Rückgang der Mortalitätsrisiken erbrachte.

Die Forscher vermuten, dass der Konsum am späten Tag den zirkadianen Rhythmus stören kann, indem er die Melatoninproduktion reduziert, was potenziell kardiovaskuläre Risikofaktoren negativ beeinflussen könnte. Die vorteilhafte Wirkung wurde sowohl bei moderaten (zwei bis drei Tassen) als auch bei starken Morgenkonsumenten (mehr als drei Tassen) beobachtet. Wissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health unterstützen die These, dass die zeitliche Platzierung des Koffeinkonsums eine biologische Interaktion mit den natürlichen Rhythmen des Körpers eingeht, die über die reine Menge hinausgeht. Die Studie empfiehlt zudem, Kaffee möglichst schwarz zu konsumieren, um die positiven Effekte nicht durch Zusätze wie Zucker oder Sirupe zu mindern. Weitere klinische Studien sind zur kausalen Bestätigung dieser zeitabhängigen Assoziationen notwendig.

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Quellen

  • ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL

  • Thanh Niên

  • DR LA ROSA

  • YouTube

  • Dr. La Rosa

  • Infobae

  • El Confidencial

  • Tom's Guide

  • NutraIngredients.com

  • European Society of Cardiology

  • baptisthealth.net

  • Tulane University

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