Naturverbundenheit als Schlüssel zu Wohlbefinden und planetarer Nachhaltigkeit
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Das zentrale Credo für das Jahr 2026 fokussiert auf die Rückgewinnung des Zustands des „naturverbundenen Geistes“, um sowohl das individuelle Wohlbefinden als auch die langfristige Nachhaltigkeit des Planeten zu gewährleisten. Diese Perspektive stellt die inhärente Verbundenheit des Menschen mit dem lebendigen Erdsystem in den Mittelpunkt. Die psychotherapeutische Argumentation von Julie Brams, M.A., LMFT, die auch als ANFT-zertifizierte Waldtherapie-Führerin tätig ist, untermauert diesen Ansatz. Brams betont, dass die Anerkennung dieser Verkörperung der menschlichen Existenz der Illusion der Trennung von der Natur entgegenwirkt, indem ihre Praxis traditionelle Therapieformen mit erdzentrierten Praktiken und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen integriert.
Die wissenschaftliche Evidenz belegt positive Korrelationen zwischen Naturkontakt und physiologischer Gesundheit. Studien zeigen eine Stärkung der kardiovaskulären Funktionen, eine signifikante Reduktion von Stresshormonen und eine verminderte Anfälligkeit für Zivilisationskrankheiten. Psychologisch äußert sich dies in gesteigerter Stressresilienz, effektiverer Aufmerksamkeitswiederherstellung sowie einer Linderung von Angst- und Depressionssymptomen. Diese Effekte sind eng mit der Praxis der Natur- und Waldtherapie verbunden, bekannt als Shinrin Yoku in Japan, welche Heilung und Wellness durch sensorische Immersion in Waldlandschaften fördert.
Der notwendige Paradigmenwechsel reicht über messbare somatische Verbesserungen hinaus und erfordert eine tiefgreifende Veränderung der bewussten Wahrnehmung. Weltweit gewinnen Initiativen an Bedeutung, die Indigene Wissenssysteme (IKS) als unverzichtbare Säule für ökologische Verantwortung und zukunftsfähige Lösungen integrieren. Die Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (UNCBD) hat die Relevanz traditionellen Wissens für die Biodiversität anerkannt. Solche Kollaborationen verschmelzen dieses Wissen mit modernen technologischen Ansätzen, wie der geplanten digitalen Dokumentation von Tracker-Wissen, um eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu schlagen.
Selbst einfache, achtsame Interaktionen mit der natürlichen Umgebung, wie das bewusste Wahrnehmen von Gras oder fließendem Wasser, gelten als validierte Methoden zur Intensivierung des Verbundenheitsgefühls. Diese verstärkte Naturverbindung korreliert direkt mit einem Anstieg des subjektiven Glücksempfindens, einer besseren allgemeinen Gesundheit und einer erhöhten Bereitschaft zu umweltbewusstem Handeln. Die Auseinandersetzung mit der Prämisse der menschlichen Abgetrenntheit wird somit als unmittelbar zugänglicher Weg zu einer nachhaltigen Existenz betrachtet, die in unserer ursprünglichen Bewusstseinsstruktur verankert ist. Die Integration von IKS wird als entscheidend für effektives Ressourcenmanagement und die Anpassung an den Klimawandel angesehen, was auch im Pariser Klimaabkommen bestätigt wird.
Gleichzeitig zeigt sich im Jahr 2026 ein Trend im Reiseverhalten: Die Suche nach Ruhe und Naturverbundenheit spiegelt sich in einer Verdoppelung der Buchungen für Unterkünfte mit Bergblick im Vergleich zum Vorjahr wider. Dies deutet darauf hin, dass das Streben nach Entschleunigung und Naturkontakt ein breiteres gesellschaftliches Anliegen geworden ist, das über rein therapeutische Kreise hinausgeht.
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Quellen
The Good Men Project
Barnes & Noble Booksellers, Inc.
Simon & Schuster
Resilience.org
Mental Health Awareness Week
IISD Earth Negotiations Bulletin
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