USA und Nigeria besiegeln Fünfjahres-Gesundheitsabkommen über 5,1 Milliarden Dollar
Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich
Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Bundesrepublik Nigeria haben offiziell ein bilaterales Memorandum of Understanding (MoU) für die nächsten fünf Jahre im Gesundheitssektor unterzeichnet. Dieses Abkommen sieht Gesamtinvestitionen in Höhe von nahezu 5,1 Milliarden US-Dollar vor. Die Unterzeichnung fand am 20. Dezember 2025 statt. Ziel ist die signifikante Stärkung des nigerianischen Gesundheitssystems, wobei ein besonderer Fokus auf die Ausweitung medizinischer Dienstleistungen durch christliche Glaubenseinrichtungen gelegt wird. Dieses Dokument ist eingebettet in die umfassendere „America First Global Health Strategy“, welche eine Verschiebung hin zu bilateralen Vereinbarungen und einer erhöhten Kofinanzierung durch die Partnerländer forciert.
Die finanzielle Aufteilung dieses Partnerschaftsabkommens markiert einen deutlichen Wandel hin zu einer stärkeren gemeinsamen Verantwortung. Die USA, vertreten durch das Außenministerium und mit Rückendeckung des Kongresses, haben zugesagt, rund 2,1 Milliarden US-Dollar für die Umsetzung des Programms bereitzustellen. Im Gegenzug verpflichtet sich die nigerianische Regierung, ihre nationalen Gesundheitsausgaben über denselben Fünfjahreszeitraum um ungefähr 3 Milliarden US-Dollar aufzustocken. Diese nigerianische Eigenleistung stellt die bislang größte Kofinanzierung dar, die im Rahmen der „America First Global Health Strategy“ verzeichnet wurde.
Die im Rahmen des MoU bereitgestellten Mittel sollen zur Erweiterung essenzieller präventiver und kurativer Leistungen dienen. Dies umfasst insbesondere den Kampf gegen HIV, Tuberkulose (TB) und Malaria, die Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit sowie die anhaltenden Bemühungen zur Ausrottung der Poliomyelitis. Ein spezifischer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung christlicher Gesundheitsdienstleister. Berichten zufolge betreiben diese Einrichtungen etwa 900 Standorte und versorgen über 30 Prozent der nigerianischen Bevölkerung, oft in Regionen, die ansonsten nur schwer Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Konkret sind rund 200 Millionen Dollar des Gesamtpakets für die Stärkung dieser religiös geführten Einrichtungen reserviert.
Die Details des Abkommens wurden durch den stellvertretenden Pressesprecher Thomas Pigott offiziell bestätigt. Die Verhandlungen zu diesem MoU fanden zeitgleich mit Reformbemühungen der nigerianischen Regierung statt, die darauf abzielen, den christlichen Bevölkerungsanteil besser vor Gewalttaten zu schützen. Die US-Behörden kamen zu dem Schluss, dass die Fortsetzung der Unterstützung den Erwartungen an Fortschritte im Kampf gegen religiös motivierten Extremismus, der sich gegen schutzbedürftige christliche Gemeinschaften richtet, entspricht. Dieses Abkommen verdeutlicht somit die strategische Verknüpfung amerikanischer Gesundheitsbeihilfen mit spezifischen geopolitischen und innenpolitischen Prioritäten des Partnerlandes.
Im breiteren Kontext der afrikanisch-amerikanischen Beziehungen bleibt die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen eine Säule der Stabilität. Nigerias Zusage, 3 Milliarden Dollar aus eigenen Mitteln zu investieren, dient als Blaupause für künftige globale Gesundheitspartnerschaften. Es signalisiert eine Verschiebung hin zu einer stärkeren nationalen Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung. Die übergeordnete Zielsetzung der „America First Global Health Strategy“ ist es, die US-Wirtschaft vor gesundheitsbedingten Schocks zu schützen, indem Seuchenherde frühzeitig eingedämmt werden. Das Abkommen mit Nigeria konkretisiert diesen Ansatz durch bilaterale Vereinbarungen, welche die Einrichtung von Systemen zur Überwachung epidemiologischer Daten und Leistungsnachweise gewährleisten sollen.
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Quellen
Champion Newspapers Limited
U.S. Department of State
TheCable
Business Insider Edition
The ICIR
The Nation
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