Friedensnobelpreis 2025 geht an Venezuelas Vorkämpferin María Corina Machado
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Das Norwegische Nobelkomitee gab heute in Oslo die Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 bekannt. Die Auszeichnung wurde der venezolanischen Führungspersönlichkeit María Corina Machado zuerkannt. Diese Entscheidung würdigt ihren unerschütterlichen Einsatz für die demokratischen Rechte der Bevölkerung Venezuelas und ihren beharrlichen Kampf für einen friedlichen Übergang von der bestehenden autoritären Struktur hin zur Demokratie. Die Jury des Komitees, das vom norwegischen Parlament bestimmt wird, sprach von einer Anerkennung für „eine mutige und engagierte Verteidigerin des Friedens, für eine Frau, die die Flamme der Demokratie inmitten wachsender Dunkelheit am Brennen hält“.
Machado, die auch als Ingenieurin bekannt ist und die politische Bewegung Vente Venezuela koordiniert, steht in scharfem Kontrast zur aktuellen Machtstruktur unter Nicolás Maduro. Ihre Ehrung sendet ein kraftvolles Signal der Hoffnung und des Widerstands in Zeiten politischer Turbulenzen in Lateinamerika und unterstreicht die globale Bedeutung des zivilen Mutes angesichts von Unterdrückung. Es ist bemerkenswert, dass das Komitee in seiner Begründung darauf verwies, dass mediale Kampagnen, wie jene, die US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Wochen für den Preis ins Spiel gebracht hatte, die historische Entscheidung nicht beeinflussen konnten. Trump hatte sich selbst mehrfach für den Preis beworben, auch im Zusammenhang mit einem Durchbruch bei den Verhandlungen zum Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas, doch die Entscheidung fiel anders aus.
Die Verleihung des Friedensnobelpreises, der seit 1901 vergeben wird, ist mit elf Millionen Schwedischen Kronen dotiert, was gegenwärtig etwa einer Million Euro entspricht. Die Auszeichnung wird traditionell am 10. Dezember in Oslo überreicht, während die anderen Nobelpreise in Stockholm verliehen werden. Die aktuelle Lage um Machado ist von großer Brisanz geprägt: Die Oppositionsführerin, die weitreichenden Wahlbetrug anprangerte, wird seit den jüngsten Wahlen als vermisst gemeldet. Ihre Anerkennung durch das Komitee stellt somit eine tiefgreifende moralische Unterstützung für jene dar, die sich für fundamentale Freiheiten einsetzen.
Das Nobelkomitee hat in den vergangenen Jahrzehnten seinen Auswahlrahmen erweitert, um auch globalen Einsatz für Menschenrechte sowie für Umwelt und nachhaltige Entwicklung zu berücksichtigen, wenngleich die ursprüngliche Intention Alfred Nobels auf die aktive Bekämpfung von Krieg und Militarismus abzielte. Die Welt beobachtet nun, wie diese Anerkennung die Dynamik des Widerstands in der Region beeinflussen wird, ein klarer Ausdruck dafür, dass der unbeirrbare Glaube an die Selbstbestimmung selbst in den dunkelsten Stunden eine Resonanz findet.
Quellen
Clarin
Infobae
Euronews
Onda Cero Radio
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