
Trump schmiedet Allianz gegen Kartelle: Über zehn lateinamerikanische Staaten treten der neuen Koalition bei
Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Am Samstag, den 7. März 2026, unterzeichnete Präsident Donald Trump im Rahmen des Gipfeltreffens „Shield of the Americas“ im Trump National Doral Golf Club in Florida eine wegweisende Proklamation. Mit diesem Dokument wurde die „Americas Coalition Against Cartels“ (ACCC) offiziell ins Leben gerufen. Dieses neue, multinationale Bündnis vereint die Vereinigten Staaten mit schätzungsweise 10 bis 17 weiteren Nationen, die sich dazu verpflichtet haben, tödliche militärische Gewalt einzusetzen, um Drogenkartelle und ausländische Terrororganisationen in der westlichen Hemisphäre vollständig zu zerschlagen.
Präsident Trump betonte in seiner Ansprache, dass der einzige Weg, diese Gegner zu besiegen, darin bestehe, „die Macht unserer Armeen zu entfesseln“. Er stellte klar, dass die über Jahrzehnte praktizierten strafrechtlichen Lösungsansätze für das Kartellproblem unzureichend gewesen seien. Stephen Miller, der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, unterstützte diese harte Linie und erklärte, dass die Kartelle nur durch militärische Überlegenheit bezwungen werden könnten. Er setzte die kriminellen Organisationen in der Region dabei mit terroristischen Gruppen wie dem IS und Al-Qaida gleich.
Die Gründung der ACCC erfolgt vor dem Hintergrund intensiver militärischer Operationen der USA gegen mutmaßliche Drogenterroristen in Ecuador, die bereits am 3. März 2026 begannen. Diese gemeinsamen Bodenoperationen der US-Streitkräfte und ecuadorianischer Einheiten gegen als terroristisch eingestufte Organisationen (DTOs) sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Bekämpfung des Drogenterrorismus. General Francis Donovan, Kommandeur des US Southern Command (SOUTHCOM), hatte diese Ausrichtung bereits zuvor angekündigt. Ergänzend dazu wurde am 6. März ein gezielter Luftschlag gegen einen Versorgungskomplex in Ecuador durchgeführt, um die Infrastruktur dieser Gruppen zu schwächen, wie Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte.
Diese Eskalation in Lateinamerika ist die Fortsetzung einer Reihe von Marineangriffen, die seit September 2025 durchgeführt wurden. Bei Schlägen gegen Schiffe, die mutmaßlich für den Drogenschmuggel genutzt wurden, kamen bisher mindestens 148 Personen ums Leben. Der „Shield of the Americas“-Gipfel stellt das erste multilaterale Treffen mit lateinamerikanischen Staatschefs während der zweiten Trump-Administration dar. Er ist Teil einer umfassenden außenpolitischen Neuausrichtung, die darauf abzielt, „feindlichem ausländischem Einfluss“ – insbesondere durch China – entgegenzuwirken. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten „Trump-Erweiterung der Monroe-Doktrin“, die die westliche Hemisphäre erneut als exklusive Einflusszone der USA definiert.
Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die bisherige Politik auf einer vorangegangenen Konferenz im SOUTHCOM-Hauptquartier am 5. März als „gütige Vernachlässigung“ und betonte, dass die ACCC ein feierliches Versprechen zur Anwendung von „Hard Power“ darstelle. Zu den prominenten Teilnehmern des Gipfels gehörten neben Hegseth auch Außenminister Marco Rubio sowie die Staatschefs Javier Milei (Argentinien), Nayib Bukele (El Salvador) und Daniel Noboa (Ecuador). Auffällig war jedoch das Fernbleiben der regionalen Schwergewichte Mexiko und Brasilien, was Fragen zur regionalen Geschlossenheit aufwarf.
Während des Gipfels lobte der ehemalige Vizepräsident Mike Pence zudem Trumps Entscheidung für den Schlag gegen den Iran am 28. Februar 2026, bei dem der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Pence nannte dies eine „logische und gerechte Reaktion“ auf eine jahrelange Kampagne des Blutvergießens. Diese Entschlossenheit spiegelt sich auch in der Operation „Epic Fury“ wider, die nach der Tötung Khameneis eingeleitet wurde. Dennoch bleiben völkerrechtliche Fragen zur Legitimität von US-Raketenangriffen gegen nicht-staatliche Akteure in souveränen Staaten sowie zur langfristigen politischen Strategie hinter diesen militärischen Eskalationen weitgehend ungeklärt.
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Quellen
New York Post
New York Post
Fox News
Task & Purpose
Time Magazine
The Guardian
United States Department of State
WLRN Public Media
WBOC TV
The Washington Post
WBAL Baltimore News
PBS
Wikipedia
The White House
U.S. Central Command
Piers Morgan Uncensored (Transcript)
Institute for Current Trends
War.gov
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