Elon Musk bestätigt: SpaceX unterbindet erfolgreich russische Starlink-Nutzung für Drohnenangriffe

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Am Sonntag, den 1. Februar 2026, gab Elon Musk, der CEO von SpaceX, offiziell bekannt, dass die von seinem Unternehmen implementierten Sicherheitsvorkehrungen gegen die missbräuchliche Nutzung des Starlink-Systems durch die russischen Streitkräfte erfolgreich greifen. Diese Bestätigung erfolgte als Reaktion auf Berichte ukrainischer Regierungsvertreter, wonach russische Truppen Starlink-Terminals zweckentfremdet hatten, um weitreichende unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) bei ihren Angriffen präzise zu steuern. Die Ankündigung unterstreicht das Bemühen des Unternehmens, die technologische Integrität seiner Satellitenkonstellation in Konfliktgebieten zu wahren.

Bereits Ende Januar 2026 häuften sich Meldungen über hunderte Vorfälle, in denen Russland Starlink-Terminals einsetzte, insbesondere in Verbindung mit „Molniya“-Festflügeldrohnen. Ziel dieser Taktik war es, die Reichweite der Flugkörper signifikant zu vergrößern und gleichzeitig die ukrainischen Systeme zur elektronischen Kampfführung (EloKa) effektiv zu umgehen. Der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov erklärte hierzu, dass Kiew umgehend Kontakt mit SpaceX aufgenommen und konkrete technische sowie organisatorische Lösungsvorschläge unterbreitet habe. Er dankte der Unternehmensführung ausdrücklich für das schnelle Handeln und betonte, dass westliche Hochtechnologie primär dem Schutz der Demokratie und der Zivilbevölkerung dienen müsse, anstatt für Zerstörungsakte missbraucht zu werden.

SpaceX bekräftigte erneut seine klare Position, dass Starlink nicht für die aktive Kriegführung konzipiert wurde und keine direkten oder indirekten Lieferungen von Hardware nach Russland erfolgen. Gwynne Shotwell, die Präsidentin von SpaceX, hatte bereits in der Vergangenheit klargestellt, dass die Nutzung für taktische Kommunikation durch das ukrainische Militär zwar autorisiert sei, eine Verwendung als Waffensystem jedoch nie vorgesehen war. Als Sofortmaßnahme führte SpaceX technische Beschränkungen ein, die Terminals automatisch deaktivieren, sobald eine Bewegungsgeschwindigkeit von etwa 75 bis 90 Kilometern pro Stunde überschritten wird. Diese Drosselung zielt spezifisch darauf ab, schnell fliegende Plattformen wie die russischen BM-35- und „Molniya“-Drohnen, die für die Fernsteuerung modifiziert wurden, unbrauchbar zu machen.

Serhii „Flash“ Beskrestnov, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, wies darauf hin, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzungen lediglich eine Übergangslösung darstellen, bis ein umfassenderes System einsatzbereit ist. Langfristig wird an einer sogenannten „Whitelist“ gearbeitet, die es SpaceX ermöglichen soll, registrierte ukrainische Militärterminals zuverlässig von nicht autorisierten russischen Geräten zu unterscheiden. Die Erstellung einer solchen Datenbank ist jedoch komplex, da viele Soldaten private Terminals nutzen und aus Sicherheitsbedenken zögern, diese offiziell zu registrieren. Schätzungen zufolge wurden weniger als die Hälfte der rund 200.000 in der Ukraine aktiven Starlink-Terminals über offizielle staatliche Kanäle beschafft, was die Identifizierung erschwert.

Minister Fedorov hob hervor, dass die engen Beziehungen zur SpaceX-Führung einen extrem schnellen Feedback-Zyklus ermöglichen, wodurch Software-Patches oft innerhalb weniger Tage nach Identifizierung eines Problems weltweit ausgerollt werden können. Die ukrainische Seite zeigte sich erkenntlich gegenüber Elon Musk und Gwynne Shotwell für ihre Entschlossenheit bei der Schließung dieser Sicherheitslücken. Seit Beginn der großflächigen Invasion im Jahr 2022 hat SpaceX der Ukraine mehr als 50.000 Starlink-Terminals zur Verfügung gestellt. Diese Geräte sind mittlerweile zu einem unverzichtbaren Instrument für die Kommunikation an der Frontlinie sowie für die Aufrechterhaltung der staatlichen Infrastruktur und der allgemeinen Widerstandsfähigkeit des Landes geworden.

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Quellen

  • Reuters

  • NewsBytes

  • Global Banking and Finance Review

  • Resilience Media

  • Portal.hr

  • KSL.com

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