Festnahme von Greta Thunberg in London nach Protest gegen Verbot von Palestine Action

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist am Dienstag, dem 23. Dezember 2025, im Finanzdistrikt der City of London in Gewahrsam genommen worden. Die 22-jährige Aktivistin nahm an einer Demonstration teil, die von der Gruppe Prisoners for Palestine organisiert wurde, um Solidarität mit inhaftierten Mitgliedern der Organisation Palestine Action zu bekunden, die sich in Haft in einem Hungerstreik befanden.

Die Festnahme erfolgte, nachdem Thunberg ein Plakat mit der Aufschrift „I support the Palestine Action prisoners. I oppose genocide“ präsentierte. Die City of London Police bestätigte die Inhaftierung gemäß Abschnitt 13 des Terrorism Act 2000, da die Unterstützung einer als proskribiert geltenden Organisation strafbar ist. Dieser Paragraph sieht für das Zeigen unterstützender Artikel eine Höchststrafe von sechs Monaten Gefängnis oder eine Geldstrafe vor. Die Proskription von Palestine Action durch die britische Regierung war am 5. Juli 2025 erfolgt, nachdem Mitglieder der Gruppe Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe beschädigt hatten.

Die Protestaktion, an der Thunberg teilnahm, richtete sich gegen die Büros von Aspen Insurance. Dieses Unternehmen wurde als Ziel gewählt, da es Dienstleistungen für Elbit Systems UK erbringt, einen Unterauftragnehmer für israelische Rüstungsgüter. Bereits vor Thunbergs Eintreffen wurden zwei weitere Demonstranten festgenommen, nachdem sie mutmaßlich die Fassade des Aspen Insurance-Gebäudes mit Hämmern und roter Farbe beschädigt und sich anschließend festgeklebt hatten.

Die Solidarität galt den Aktivisten von Palestine Action, die seit dem 2. November 2025 einen Hungerstreik abhielten. Zum Zeitpunkt der Verhaftung am 23. Dezember 2025 befanden sich noch acht Mitglieder im Streik, wobei die ersten beiden Teilnehmer den 52. Tag erreichten und sich Berichten zufolge in einem kritischen Stadium befanden. Die Aktivisten fordern unter anderem die Aufhebung des Verbots von Palestine Action.

Die Anwendung britischen Gegen-Terrorismusrechts auf pro-palästinensische Aktivitäten wird zunehmend kritisch betrachtet. UN-Experten, darunter der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk, verurteilten die Proskription von Palestine Action scharf, da sie legitime Proteste mit Terrorismus gleichsetze und einen Präzedenzfall schaffe, der die Versammlungs- und Meinungsfreiheit unverhältnismäßig einschränke. Rechtliche Vertreter der Hungerstreikenden, wie die Kanzlei Imran Khan & Partners, hatten der Regierung am Vortag, dem 22. Dezember 2025, mit Hochgerichtsverfahren gedroht, da Justizminister David Lammy sich weigerte, mit ihnen zusammenzutreffen.

Demgegenüber erklärte der Gefängnisminister Lord Timpson, der Justizvollzugsdienst sei erfahren im Umgang mit solchen Protesten und die geltenden medizinischen Versorgungsrichtlinien würden befolgt. Die gesamte Konfrontation beleuchtet die Spannung zwischen staatlicher Sicherheitspolitik und dem Recht auf politischen Protest im Vereinigten Königreich, wobei die Situation historisch mit den irischen republikanischen Hungerstreiks von 1981 verglichen wird.

9 Ansichten

Quellen

  • Deutsche Welle

  • Al Jazeera Online

  • Deutsche Welle

  • Al Jazeera Online

  • The Guardian

  • CTV News

  • ITV News

  • The New Arab

  • Wikipedia

  • ITV News

  • The Guardian

  • The Guardian

  • Wikipedia

  • Middle East Eye

  • Radio Sol Mansi

  • O Democrata GB

  • Liga Guineense dos Direitos Humanos

  • Al Jazeera

  • The Independent

  • The Guardian

  • The Guardian

  • Anadolu Ajansı

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