Anthropic führt 10 neue Enterprise-Plug-ins ein: Claude wird zum zentralen Werkzeug für Unternehmensabläufe

Bearbeitet von: Veronika Radoslavskaya

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Am 24. Februar 2026 hat das KI-Unternehmen Anthropic die Funktionalität seiner Claude-Plattform durch die Einführung von zehn neuen, geschäftsorientierten Plug-ins massiv erweitert. Dieser strategische Schritt markiert den Wandel von Claude weg von einem isolierten Konversationsassistenten hin zu einem tief verwurzelten Enterprise-Werkzeug. Die Neuerung erlaubt es der künstlichen Intelligenz, direkt in jenen Software-Umgebungen aktiv zu werden, in denen professionelle Anwender ihren täglichen Arbeitsalltag bestreiten.

Die neue Suite von Plug-ins wurde in enger Kooperation mit namhaften Industriepartnern entwickelt und schlägt eine Brücke zwischen der Standard-Produktivitätsinfrastruktur und hochgradig spezialisierter Unternehmenssoftware. Durch diese Integrationen wird Claude zu einem integralen Bestandteil moderner Workflows, der nicht mehr nur beratend zur Seite steht, sondern aktiv Prozesse innerhalb bestehender Systeme steuern kann.

  • Im Bereich der Finanz- und Datenplattformen ermöglichen neue Schnittstellen zu FactSet und der LSEG (London Stock Exchange Group) eine direkte Einbettung von Claude in die Arbeitsabläufe der Vermögensverwaltung, des Investmentbankings und des Private-Equity-Sektors. Die KI ist nun in der Lage, gewaltige Finanzdatensätze in Echtzeit zu parsen und tiefgehende Analysen direkt dort durchzuführen, wo die Daten entstehen.
  • Für den Bereich Enterprise Operations und Human Resources wurden Integrationen mit DocuSign und Salesforce Slack geschaffen. Diese Tools erlauben es Claude, die Bearbeitung juristischer Dokumente zu beschleunigen, HR-Prozesse zu automatisieren und die teaminterne Koordination signifikant zu verbessern, indem Informationen direkt in den Kommunikationskanälen verarbeitet werden.
  • Auch die alltägliche Büroproduktivität erfährt eine Aufwertung durch die direkte Anbindung an Gmail und Google Calendar. Claude kann dadurch die Terminplanung autonom übernehmen und E-Mails entwerfen, die durch den Zugriff auf Kalenderdaten und vorherige Korrespondenz einen besonders hohen Kontextbezug aufweisen.

Um sicherzustellen, dass diese Plug-ins auch in komplexen und datenintensiven Anwendungsszenarien reibungslos funktionieren, hat Anthropic das technische Fundament von Claude erheblich verstärkt. Ein zentraler Baustein ist das neu eingeführte Framework der sogenannten „Agent Teams“. Dieses System ermöglicht es Claude, die verschiedenen Plug-ins in einer logischen Abfolge zu nutzen, um komplexe, mehrstufige Aufgaben völlig autonom über unterschiedliche Applikationen hinweg auszuführen.

Zusätzlich wurde das zugrunde liegende Modell, Claude Opus, mit einem beeindruckenden Kontextfenster von einer Million Token ausgestattet. Diese technische Erweiterung erlaubt es der künstlichen Intelligenz, etwa 750.000 Wörter innerhalb eines einzigen Prompts zu erfassen und zu verarbeiten. Diese Kapazität ist unerlässlich, wenn es darum geht, umfangreiche Dokumentenbibliotheken oder komplexe Code-Bestände zu analysieren, die über die neuen Schnittstellen in das System eingespeist werden.

Ein weiterer Meilenstein in der Expansion des Ökosystems ist die angekündigte strategische Partnerschaft mit Intuit. Ziel dieser Kooperation ist die Entwicklung maßgeschneiderter Integrationen für die Produktpalette von Intuit, einschließlich QuickBooks und TurboTax. Die Veröffentlichung dieser speziellen Agenten ist für das Frühjahr 2026 geplant. Dabei nutzt Intuit das Claude Agent SDK, um eigene Business-Agenten zu kreieren, während das Unternehmen gleichzeitig Claude Code intern einsetzt, um die Effizienz der eigenen Engineering- und Design-Teams zu steigern.

Scott White, der bei Anthropic als Head of Product for Enterprise fungiert, betonte im Rahmen der Veröffentlichung, dass diese Plug-ins als infrastrukturelle und komplementäre Werkzeuge konzipiert wurden. Das Ziel sei es, die KI mit den spezifischen Geschäftsdaten der Partner zu verknüpfen, um die Effizienz am Arbeitsplatz zu optimieren. Dabei stehe die Unterstützung der menschlichen Mitarbeiter im Vordergrund, nicht deren Verdrängung durch Automatisierung.

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Quellen

  • Yahoo! Finance

  • Asianet News Network Pvt Ltd

  • Economic Times

  • StreetInsider

  • TipRanks.com

  • The Standard

  • The Economic Times

  • KEYT

  • MarketWatch

  • Investing.com

  • BUSINESS WIRE

  • GuruFocus

  • Stocktwits

  • Xinhua

  • MarketScreener

  • Mint

  • TipRanks.com

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