Pet Shop Boys und Russell T Davies bringen „It's A Sin“ als immersives Tanzerlebnis auf die Bühne

Bearbeitet von: Inna Horoshkina One

Pet Shop Boys - It's A Sin (Offizielles Video) [HD REMASTERED]

Die kreativen Visionäre hinter dem bahnbrechenden Drama „It's A Sin“ – namentlich Russell T Davies und das Pop-Duo Pet Shop Boys – bündeln erneut ihre Kräfte. Ihr gemeinsames Ziel ist die Erschaffung einer spektakulären Bühnenversion des Werks, die die Grenzen des traditionellen Theaters sprengen soll.

Diese neue Produktion wird als ein immersives Tanzspektakel konzipiert, das die Zuschauer direkt in das Geschehen einbindet. Die mit Spannung erwartete Weltpremiere wird in den Aviva Studios in Manchester gefeiert, wobei das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Factory International realisiert wird.

Die ursprüngliche Erzählung widmete sich intensiv den Auswirkungen der HIV/AIDS-Krise auf eine Gruppe junger Menschen im London der Jahre 1981 bis 1991. Es war eine Geschichte über Freundschaft, Verlust und den unerschütterlichen Mut in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche.

In der neuen Bühnenfassung verlässt diese Geschichte den zweidimensionalen Raum des Bildschirms und findet ihren Ausdruck in der Unmittelbarkeit des menschlichen Körpers. Durch Bewegung und kollektive Erfahrung wird die Erzählung in eine physische Realität übersetzt, die das Publikum auf einer völlig neuen Ebene anspricht.

Es handelt sich hierbei nicht länger um einen passiven Konsum einer Geschichte, sondern um ein aktives Durchleben. Die Inszenierung zielt darauf ab, die Emotionen und die Atmosphäre jener Zeit für die Zuschauer greifbar und spürbar zu machen.

Für die choreografische Leitung und die Regie zeichnet Benoit Swan Pouffer verantwortlich, der als künstlerischer Leiter der renommierten Kompanie Rambert fungiert. Gemeinsam mit der Dramaturgin Kate O'Reilly entwickelt er eine innovative Form des Bühnenausdrucks.

In diesem Projekt verschmelzen verschiedene künstlerische Ebenen zu einer Einheit:

  • Zeitgenössischer Tanz, der Emotionen physisch übersetzt
  • Eindrucksvolle Archivmaterialien, die den historischen Kontext untermauern
  • Vielschichtige kinematografische Elemente für eine visuelle Tiefe

Die Kompanie Rambert beschreibt das Vorhaben als eine Produktion, die „roh, euphorisch und zutiefst bewegend“ ist. Es ist ein Versuch, die Essenz einer ganzen Generation in einer einzigen, kraftvollen Performance einzufangen.

Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Roman GianArthur, der hierbei eng mit den Pet Shop Boys kooperiert. Dabei geht es nicht um eine einfache Wiederholung bekannter Melodien, sondern um eine klangliche Neuinterpretation der Vergangenheit.

Das Ziel der musikalischen Untermalung ist es, die Erinnerung durch Klanglandschaften herauszufordern und dabei folgende Aspekte des queeren Lebens der 1980er Jahre zu betonen:

  • Der schillernde Glamour und die Energie der Ära
  • Der Geist des Widerstands und der Provokation
  • Die tiefe emotionale Intensität des täglichen Überlebenskampfes

Dieses Projekt ist ein zentraler Bestandteil des Programms FUTURE100, das anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Rambert ins Leben gerufen wurde. Es unterstreicht den Anspruch der Kompanie, auch nach einem Jahrhundert noch an der Spitze der künstlerischen Innovation zu stehen.

Nach der Premiere in Manchester wird das Stück auf eine internationale Reise gehen, um ein breites Publikum zu erreichen. Zu den bestätigten Stationen der Tournee gehören:

  • Das Wales Millennium Centre
  • Das renommierte Sadler's Wells in London
  • Gastspiele in Edinburgh und Luxemburg

Die Geschichte von „It's A Sin“ findet somit ihren Weg in die Dynamik der Bewegung und wird zu einem geteilten Raum der Erinnerung und des gemeinsamen Erlebens. Es ist eine Hommage an die Vergangenheit, die in der Gegenwart lebendig bleibt.

Manche Geschichten enden nie wirklich; sie finden lediglich neue Wege, um erzählt zu werden. Durch die Verbindung von Tanz, Musik und Geschichte wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, das das kulturelle Erbe dieser Ära weiterträgt.

4 Ansichten

Quellen

  • The Irish News

  • Manchester Evening News

  • WhatsOnStage

  • The Stage

  • Crack Magazine

  • Irvine Times

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