Drei Ansätze, eine Wahl: Miley Cyrus' Weg zum Titelsong für „Avatar 3“

Bearbeitet von: Inna Horoshkina One

Miley Cyrus - Dream As One (aus Avatar: Fire and Ash - Offizielles Video)

Miley Cyrus hat offenbart, welch steiniger Pfad zur finalen musikalischen Untermalung von „Avatar: The Seed Bearer“ führte – dem dritten Teil der Saga von James Cameron, dessen Kinostart für den 19. Dezember 2025 angesetzt ist. Es handelte sich keineswegs um einen einfachen „Auftrag für einen Track“; vielmehr war es eine intensive kreative Odyssee. Cyrus präsentierte drei fundamental unterschiedliche musikalische Konzepte, als würde sie verschiedene emotionale Schlüssel für den Film ausprobieren, bis klar war, welche Melodie wirklich mit der inneren Essenz des Werkes resonierte.

Die erste Kreation entstand quasi „aus dem Bauch heraus“: der Song „Dream as One“, den sie gemeinsam mit Mark Ronson und Andrew Wyatt entwickelte. Die Initialzündung lieferte Cameron selbst, indem er ihnen den programmatischen Titel als Leitfaden an die Hand gab. Dieser Song trug eine tief persönliche Ladung in sich: Cyrus verband ihn thematisch mit der Idee der Wiederherstellung und der inneren Transformation – jenem Zustand, in dem etwas in einem selbst zwar verglüht, man aber nicht verschwindet, sondern sich neu formiert und zusammensetzt.

Es folgten zwei weitere Versuche – ehrliche, unterschiedliche Darbietungen, die jedoch letztlich „nicht passten“. Genau hier zeigt sich die Schönheit des großen Kinos: Manchmal liegt die richtige Entscheidung nicht darin, die Dinge zu verkomplizieren, sondern darin, zum Ursprung zurückzukehren, allerdings mit der Erfahrung eines gereiften Künstlers. Das Team nahm „Dream as One“ erneut unter die Lupe – und augenblicklich wurde offensichtlich: Diese erste musikalische Idee hielt das finale Gefühl des Films am besten fest.

In der endgültigen Fassung wurde der Komponist der Filmreihe, Simon Franglen, als einer der Co-Autoren hinzugezogen. Der Titel selbst untermalt die Schlusssequenz im Abspann – ein sanfter Abschluss einer monumentalen Erzählung und zugleich das leise Öffnen der Tür zur nächsten Geschichte. Die Single wurde am 14. November 2025 veröffentlicht, während der gesamte Soundtrack am 5. Dezember 2025 digital erschien (ursprünglich war der 12. Dezember angepeilt, der Termin wurde jedoch vorverlegt).

Und tatsächlich, dies wurde bereits in der gesamten Branche anerkannt: „Dream as One“ erhielt eine Nominierung für den Golden Globe 2026 in der Kategorie Bester Filmsong. Die Bekanntgabe der Nominierten erfolgte am 8. Dezember 2025, die feierliche Preisverleihung findet am 11. Januar 2026 statt. Für Miley ist dies bereits die dritte Nominierung für einen „Globe“ – ein Beleg dafür, dass ihre Stimme nicht nur popkulturelle Relevanz besitzt, sondern auch filmisch präzise treffen kann.

Besonders bemerkenswert ist, wie Cyrus überhaupt in dieses Projekt involviert wurde. Sie erzählte selbst, dass sie proaktiv handelte: Bereits auf der Disney D23 Expo im August 2024 trat sie persönlich an Cameron heran und bot ihm ihre Dienste als Songschreiberin an. Sie zieht es vor, Gelegenheiten nicht abzuwarten, sondern selbst zu schaffen – ganz nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Was hat dieser Song dem Klangbild unseres Planeten hinzugefügt? Im Kern handelt der Text von etwas Einfachem und doch Essentiellem: dem Wunsch, trotz aller Widrigkeiten vereint zu sein. Er spricht davon, dass wir nach Feuer, Verlust und einem langen Weg wieder im Einklang klingen können – synchron fühlen, atmen und hoffen.

Das Finale dreht sich nicht um Triumph oder einen endgültigen Abschluss. Es geht um die Verbindung. Um den Augenblick, in dem individuelle Stimmen aufhören zu streiten und zu einem Chor werden – nicht weil sie identisch sind, sondern weil sie einander wirklich hören.

Genau diese Botschaft hat der Song in die globale Resonanz eingebracht: das Gefühl, dass die Welt Eins ist, und dass wir selbst im unermesslichen Universum gemeinsam träumen können – ohne uns selbst zu verlieren, aber indem wir das Gemeinsame finden.

„Der Kosmos ist in uns. Wir bestehen aus Sternenstaub. Wir sind die Art und Weise, wie das Universum sich selbst erkennt.“ – Carl Sagan

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Quellen

  • GEO TV

  • The Times of India

  • TheWrap

  • Music-News.com

  • People.com

  • Music-News.com

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