SpaceX und xAI planen Fusion vor historischem Börsengang mit 1,5-Billionen-Dollar-Bewertung

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Im Zuge einer weitreichenden strategischen Umstrukturierung, die dem für Mitte Juni 2026 geplanten Börsengang (IPO) von SpaceX vorausgeht, hat Elon Musk Gespräche über eine Fusion mit seinem Startup für künstliche Intelligenz, xAI, eingeleitet. Diese Konsolidierung zielt darauf ab, zentrale Vermögenswerte zu bündeln: die Raketentechnologie von SpaceX, das globale Satellitennetzwerk Starlink, die Plattform X sowie die technologischen Entwicklungen von xAI. Prognosen zufolge könnte dieser Zusammenschluss die Gesamtbewertung der neuen Unternehmensstruktur auf beeindruckende 1,5 Billionen Dollar anheben.

Im Rahmen der geplanten Transaktion sollen die Anteile von xAI in SpaceX-Aktien umgewandelt werden. Zur rechtlichen Absicherung dieses Prozesses wurden bereits im Januar 2026 zwei neue juristische Personen im US-Bundesstaat Nevada gegründet. In einer dieser Einheiten wird Bret Johnsen, der Finanzvorstand von SpaceX, als geschäftsführendes Mitglied geführt. Musk treibt die Fusion voran und betont dabei insbesondere die Synergieeffekte, die durch die Schaffung orbitaler Rechenzentren entstehen könnten, welche mit weltraumgestützter Solarenergie betrieben werden. Dieses Konzept präsentierte er bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit der Prognose, dass der Weltraum in den kommenden zwei bis drei Jahren der wirtschaftlich rentabelste Ort für den Betrieb von KI-Infrastrukturen sein wird.

Diese strategische Vereinigung wird als gezielte Antwort auf die Expansion von Technologiegiganten wie Google und OpenAI im Sektor der künstlichen Intelligenz positioniert. SpaceX, das bei einer jüngsten Aktienveräußerung mit 800 Milliarden Dollar bewertet wurde, beabsichtigt, den Börsengang zur Generierung von Kapital zu nutzen, das für die Finanzierung von Großprojekten wie dem Starship und der Weiterentwicklung von Space Computing notwendig ist. Die Zusammenführung von Ressourcen, die Trägerraketen, Starlink-Satelliten, die X-Plattform und den Grok-Chatbot umfasst, soll eine vertikal integrierte Struktur schaffen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Das im Jahr 2002 gegründete Unternehmen SpaceX gehört bereits heute zu den wertvollsten privaten Firmen der Welt. Das erst 2023 ins Leben gerufene Startup xAI wurde im November nach einer Serie-E-Finanzierungsrunde, bei der Tesla 2 Milliarden Dollar investierte, mit 230 Milliarden Dollar bewertet. Eine potenzielle Fusion mit xAI wird als wesentlich logischerer Schritt angesehen, um den Gang an die Börse zu beschleunigen, verglichen mit einer hypothetischen Integration von Tesla, da auf diese Weise komplexe regulatorische Barrieren vermieden werden können.

Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die kommerzielle Tragfähigkeit von solarbetriebenen Rechenzentren im Orbit aufgrund von Risiken durch Weltraumschrott und Strahlung voraussichtlich nicht vor 2027 oder 2028 gegeben sein wird. Dennoch untersuchen auch Wettbewerber wie Google mit dem Projekt Suncatcher und Blue Origin von Jeff Bezos intensiv die Möglichkeiten von Berechnungen im Weltraum. Der erwartete Börsengang von SpaceX, der gemessen am Transaktionsvolumen der größte in der Geschichte werden könnte, sorgt an der Wall Street für Aufsehen, wobei Morgan Stanley als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Rolle des Konsortialführers gilt. Während der Erfolg von Starlink das finanzielle Fundament für diese Pläne sichert, werden Investoren genau beobachten, wie sich risikobehaftete Projekte wie die Mars-Mission nach der Börsennotierung auf das Vertrauen in das Unternehmen auswirken.

7 Ansichten

Quellen

  • WebProNews

  • Economic Times

  • Whalesbook

  • Inc. Magazine

  • xAI

  • pv magazine International

  • REUTERS

  • CNBC

  • The Guardian

  • Financial Times

  • Teslarati

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