Unterschiede in Nährwert und Verwendung: Griechischer Joghurt im Vergleich zu Naturjoghurt

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Der wesentliche Unterschied zwischen griechischem Joghurt und herkömmlichem Naturjoghurt liegt im Herstellungsprozess, insbesondere durch die gezielte Abtrennung der Molke. Griechischer Joghurt, oft als Abtropfjoghurt bezeichnet, durchläuft einen intensiveren Filtrationsschritt. Dies resultiert in einer deutlich dichteren Textur und einer erhöhten Proteinkonzentration, die fast die doppelte Menge des in Naturjoghurt enthaltenen Proteins erreicht. Dieser höhere Proteingehalt im griechischen Joghurt fördert nachweislich eine länger anhaltende Sättigung und trägt zu stabileren Blutzuckerspiegeln bei, was ihn für körperlich aktive Personen und zur Gewichtskontrolle relevant macht.

Im Gegensatz dazu behält der traditionelle Naturjoghurt einen höheren Anteil an Flüssigkeit und Laktose. Dies kann ihn für Personen mit empfindlicheren Verdauungssystemen potenziell bekömmlicher machen. Zudem liefert Naturjoghurt, insbesondere in fettarmen Varianten, tendenziell mehr Kalzium pro 100 Gramm als sein griechisches Gegenstück, was für die Knochengesundheit von Bedeutung ist. Unabhängig von diesen Unterschieden sind beide Milchprodukte wertvolle Quellen für Probiotika, jene essentiellen Mikroorganismen, die die Darmflora und die allgemeine Immunabwehr unterstützen.

Die kulinarischen Einsatzmöglichkeiten differenzieren sich klar aufgrund der jeweiligen Konsistenz und Dichte. Aufgrund seiner flüssigeren Beschaffenheit eignet sich Naturjoghurt hervorragend für leichte Frühstückskompositionen oder die Zubereitung von Smoothies. Die höhere Viskosität des griechischen Joghurts hingegen prädestiniert ihn als vielseitigen Ersatz für saure Sahne oder als robuste Basis für herzhafte Saucen; er kann zudem in Backwaren für zusätzliche Saftigkeit sorgen.

Konsumenten sollten beachten, dass die Wahl der reinen, ungesüßten Varianten von größter Wichtigkeit ist. Aromatisierte Joghurts, einschließlich vieler Fruchtsorten, können signifikante Mengen an zugesetztem Zucker enthalten, was die beabsichtigten gesundheitlichen Vorteile konterkariert. Solche Zusatzstoffe, wie Aromen und Verdickungsmittel, die in konventionellen Produkten üblich sind, können den Geschmack so prägen, dass naturbelassene Produkte abgelehnt werden, und liefern im Gegensatz zu Früchten keine Vitamine oder Mineralstoffe.

In einigen Märkten, wie der Schweiz, wird das im Handel erhältliche Produkt oft als „Joghurt griechische Art“ bezeichnet, da echter griechischer Joghurt, hergestellt mit spezifischen Kulturen und aus griechischer Milch, seltener ist. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe ist daher unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Verzehr den individuellen Ernährungszielen entspricht, sei es die Maximierung der Proteinzufuhr oder die Optimierung der Kalziumaufnahme. Die Entscheidung zwischen den beiden Joghurtformen sollte stets auf dem spezifischen Verwendungszweck und den persönlichen ernährungsphysiologischen Anforderungen basieren.

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Quellen

  • Oslobođenje d.o.o.

  • Gea organic

  • Healthline

  • Prevention

  • Bljesak.info

  • Oreate AI Blog

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