Dolce & Gabbana in Mailand: Zwischen modischer Brillanz und heftigen Rassismus-Vorwürfen
Bearbeitet von: Katerina S.
Am 17. Januar verwandelte sich Mailand erneut in das globale Epizentrum der Modewelt, als das renommierte Modehaus Dolce & Gabbana seine neueste Herrenkollektion für die Saison Herbst-Winter 2026–2027 präsentierte. Unter dem programmatischen Titel „Portrait of a Man“ (Porträt eines Mannes) konzipierten die Designer eine visuelle Galerie, die eigentlich die Vielfalt und die individuelle Ausdruckskraft des modernen Mannes feiern sollte. Doch während die handwerkliche Qualität der Stücke unbestritten blieb, löste die Inszenierung auf dem Laufsteg eine Welle der Entrüstung aus, die das modische Ereignis schnell in den Hintergrund drängte.
Die Kritik entzündete sich primär an der Besetzung der Models, die laut Beobachtern ein erschreckend einseitiges Bild vermittelte. Trotz des proklamierten Themas der Diversität waren auf dem Runway fast ausschließlich Männer mit europäischem Erscheinungsbild und dunklen Haaren zu sehen. In der gesamten Auswahl fanden sich weder dunkelhäutige Models noch Repräsentanten asiatischer Herkunft. Dieser eklatante Mangel an Inklusivität führte umgehend zu schweren Rassismus-Vorwürfen gegen das Label. Prominente Stimmen wie das Supermodel Bella Hadid reagierten prompt und forderten die Öffentlichkeit dazu auf, die Marke zu boykottieren. Hadid bezeichnete die Situation als „beschämend“ und erinnerte an die problematische Historie des Unternehmens.
In der Tat ist dies nicht das erste Mal, dass Domenico Dolce und Stefano Gabbana im Zentrum eines Sturms der Entrüstung stehen. Die aktuelle Kontroverse weckt bittere Erinnerungen an den massiven Skandal aus dem Jahr 2018, als dem Unternehmen rassistische Äußerungen im Zusammenhang mit einer Kampagne in China vorgeworfen wurden. Die Liste der Kontroversen reicht jedoch noch weiter zurück: Bereits im Jahr 2013 geriet das Duo wegen Verurteilungen im Kontext von Steuerhinterziehung in die Schlagzeilen. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2015, sorgten abfällige Kommentare über In-vitro-Fertilisation (IVF) für weltweite Empörung und führten zu massiven Kritikwellen durch namhafte Persönlichkeiten.
Ungeachtet der moralischen Debatten und der lautstarken Kritik am Casting konnte die Show rein ästhetisch betrachtet als Erfolg verbucht werden. Die Designer bewiesen einmal mehr ihr handwerkliches Geschick und spielten virtuos mit gegensätzlichen Stilrichtungen. Die Kollektion umfasste insgesamt 100 verschiedene Looks, die ein breites Spektrum von mediterraner Romantik bis hin zu einer fast schon „akademischen“ Klassik abdeckten. Domenico Dolce und Stefano Gabbana gelang es, eine Brücke zwischen raubtierhafter Sexualität und einem kühlen, rationalen Pragmatismus zu schlagen, was die Vielschichtigkeit ihrer modischen Vision unterstreichen sollte.
Das Publikum in Mailand bekam eine beeindruckende Bandbreite an Kleidungsstücken zu sehen, die von luxuriösen Pelzmänteln und gemütlichen Strickkardigans bis hin zu perfekt geschnittenen Smokings reichten. Auch moderne Einflüsse wie hochwertige Strickwaren und Outfits im Genre des Sport-Chic fanden ihren festen Platz in der Präsentation. Trotz der beeindruckenden Vielfalt der Entwürfe bleibt jedoch abzuwarten, ob die modische Exzellenz ausreicht, um die tiefgreifenden Vorwürfe der Exklusion langfristig zu überstehen. Die Modewelt blickt nun gespannt darauf, wie das Traditionshaus auf die erneute Kritikwelle reagieren wird und ob zukünftige Kollektionen dem Anspruch an echte Vielfalt gerecht werden.
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