Sharon Stone: Plädoyer für Altersakzeptanz und gegen Schönheitsnormen

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die renommierte Schauspielerin Sharon Stone, bekannt durch Hauptrollen in Kultfilmen wie „Basic Instinct“ von 1992 und dem Kriminaldrama „Casino“ von 1995, vertritt eine klare Position gegen die Verfolgung unerreichbarer jugendlicher Ideale. Stone, geboren am 10. März 1958 in Meadville, Pennsylvania, plädiert dafür, das aktuelle Lebensalter als wertvoll anzusehen und die eigene Persönlichkeit in jeder Phase zu kultivieren. Diese Philosophie stellt den individuellen Wert über die in der von Schönheitsidealen dominierten Filmindustrie oft thematisierte Jagd nach ewiger Jugend.

Stone thematisiert offen die natürlichen körperlichen Veränderungen des Älterwerdens. Sie lehnt die Vorstellung ab, der Körper müsse im Alter „aufgegeben“ werden, und betont stattdessen die Notwendigkeit, ihn trotz natürlicher Transformationen zu lieben. Ihre Haltung steht im Kontrast zum Druck, dem Frauen in Hollywood ausgesetzt sind. Die Schauspielerin, die für ihre Rolle als Ginger McKenna in „Casino“ einen Golden Globe gewann und für einen Oscar nominiert war, hat im Laufe ihrer Karriere auch existenzielle Rückschläge verarbeitet, darunter einen Schlaganfall mit neuntägiger Hirnblutung vor über zwei Jahrzehnten.

Diese tiefgreifenden Erfahrungen haben Stones Perspektive geschärft. Sie reflektiert, dass sie in ihren Sechzigern durch Erfahrung und gewonnene Perspektive ein neues Selbstbewusstsein entwickelt habe, das sie in vielerlei Hinsicht als Gesprächspartnerin oder Freundin wertvoller macht als in jüngeren Jahren. Stone argumentiert, dass man mit zunehmendem Alter in vielerlei Hinsicht besser sei, da man mehr Lebenserfahrung mitbringe.

Darüber hinaus hat Stone ihre Haltung zur künstlichen Perfektionierung des Aussehens öffentlich gemacht. Sie berichtete, dass sie früher gelegentlich Botox und Filler verwendet habe, diese Praxis jedoch nach ihrem schweren Schlaganfall einstellte. Im Nachhinein betrachtete sie diese Prozeduren als „niedlichen Luxus“ im Vergleich zu ihrem „massiven, schmerzhaften neurologischen Bedarf“. Eine Anekdote verdeutlicht ihre Ablehnung des Schönheitsdrucks: Ein jüngerer Partner verließ sie, nachdem sie sich weigerte, weiterhin Injektionen vornehmen zu lassen.

Stone, die auch als Aktivistin tätig ist, sieht das Altern als Gewinn an Perspektive und Selbstvertrauen, nicht als Verfall. Sie kritisiert die Angst vor dem Älterwerden als „töricht und undankbar“, da sie dankbar sei, überhaupt noch am Leben und gesund zu sein. Die Botschaft, die sie ihrem jüngeren Ich mitgeben würde, ist die Gewissheit: „Du wirst es schaffen“ – eine Aussage, die die Überwindung fast unüberwindbarer Hürden, wie die geringe Überlebenschance nach ihrer Hirnblutung, widerspiegelt.

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Quellen

  • Economic Times

  • Alamy

  • HELLO! Magazine

  • Wikipedia

  • The Economic Times

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