Psychologen mahnen Eltern zur Förderung kindlicher Resilienz durch eigenständige Problemlösung
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Psychologische Fachleute betonen die Notwendigkeit für Eltern, sich zurückzunehmen, damit Kinder ihre mentalen Stärken durch eigenständige Problemlösung entwickeln können. Diese Haltung ist entscheidend, da die psychische Widerstandsfähigkeit, von der American Psychological Association (APA) als erfolgreiche Anpassung an Herausforderungen durch Flexibilität definiert, in der Kindheit geformt wird. Die APA identifiziert starke soziale Verbindungen, die Förderung der Hilfsbereitschaft und die Beibehaltung von Routinen trotz digitaler Einflüsse als zentrale Schutzfaktoren für diese Entwicklung.
Der Psychiater Dr. Daniel Amen argumentiert, dass übermäßige elterliche Unterstützung, wie das Erledigen von Schulaufgaben, das Selbstvertrauen und die mentale Zähigkeit des Kindes unbeabsichtigt untergräbt. Amen schlägt vor, auf Langeweile mit der Gegenfrage zu reagieren: „Ich frage mich, was du dir dazu einfallen lässt?“ Diese Praxis fördert die Selbstwirksamkeitserwartung, welche ein wichtiger Schutzfaktor ist, da Selbstwertgefühl aus Selbstwirksamkeit entsteht. Wer zu viel für Kinder erledigt, entzieht ihnen die Möglichkeit, Selbstwertgefühl aufzubauen, was sich oft bis ins Erwachsenenalter als Unsicherheit manifestieren kann.
Dr. Tovah Klein, Expertin für Kinderentwicklung und Direktorin des Barnard College Center for Toddler Development, unterstützt diese Perspektive, indem sie darauf hinweist, dass das Abschirmung von Kindern vor Enttäuschungen die Entwicklung der Resilienz behindert. Resilienz wird aufgebaut, wenn Kinder Rückschläge erleben und dabei empathische Unterstützung erfahren, anstatt dass Eltern als Puffer für jeden Stress fungieren. Klein betont, dass Kinder durch das Erleben eigener Erfolge, die aus der Bewältigung von Problemen resultieren, ihre eigenen Gefühle und Empfindungen besser einschätzen lernen.
Das Zulassen natürlicher Konsequenzen und die Übertragung von Verantwortung befähigen Kinder, zukünftige Schwierigkeiten selbstbewusst zu meistern und essenzielle innere Bewältigungsstrategien zu verankern. Die Forschung zeigt, dass Resilienz keine statische Eigenschaft ist, sondern eine variable Kapazität, die sich im dynamischen Interaktionsprozess zwischen Individuum und Umwelt entwickelt. Pädagogische Fachkräfte und Eltern tragen gleichermaßen die Aufgabe, ein Umfeld zu schaffen, das diese Entwicklung unterstützt, wobei das Spiel eine bedeutende Aktivität zur Förderung der Problemlösung darstellt. Die Fähigkeit, Probleme selbstständig zu lösen und Verantwortung zu übernehmen, ist ein Kernaspekt der Resilienz, der Kindern hilft, mit den Unwägbarkeiten des Lebens umzugehen.
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Quellen
Pedijatar.mk
Times of India
Barnard College
Apple Podcasts
American Psychological Association
FADAA: Services Arm of the Florida Behavioral Health Association
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