Katzenbesitzer spenden offenbar großzügiger als Hundebesitzer: Studienergebnisse deuten auf Unterschiede im Spendenverhalten hin

Bearbeitet von: Katerina S.

Eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung des Dartmouth College hat das finanzielle Verhalten von Haustierbesitzern im Hinblick auf karitative Spenden beleuchtet und damit gängige Annahmen über deren Persönlichkeitsmerkmale auf den Prüfstand gestellt. Die Resultate, die in der Fachzeitschrift Anthrozoӧs publiziert wurden, konzentrierten sich insbesondere auf die Häufigkeit und die thematische Breite der geleisteten Zuwendungen.

Die Forschungsgruppe um Professor Herbert Chang analysierte anonymisierte Transaktionsdaten, die von Snowflake, einem Spezialisten für Cloud-Computing-Dienste, zur Verfügung gestellt wurden. Die Stichprobe umfasste Informationen von rund 63 Millionen Spendern und verzeichnete 788 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von ungefähr 70 Milliarden US-Dollar über den Zeitraum von 2013 bis 2022. Die Analyse erfasste Spendenbeträge zwischen 20 und 100.000 US-Dollar und berücksichtigte dabei demografische Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen und Bildungsstand. Zur Aufdeckung verborgener Zusammenhänge kam ein CatBoost-Modell des maschinellen Lernens zum Einsatz.

Das zentrale Ergebnis der Studie ist bemerkenswert: Katzenbesitzer zeigen eine höhere Frequenz an Spendenaktivitäten und unterstützen ein breiteres Spektrum an wohltätigen Organisationen im Vergleich zu Hundebesitzern. Im analysierten Zeitraum tätigten Katzenhalter durchschnittlich etwa 15 Zuwendungen, wohingegen Hundebesitzer im Mittel 13 Spenden leisteten. Konkret ergab die Analyse, dass Katzenhalter jährlich rund 80 US-Dollar mehr spendeten als diejenigen, die Hunde halten.

Obwohl Katzenbesitzer durch eine höhere Regelmäßigkeit und thematische Vielfalt ihrer Beiträge auffielen, bleiben Personen ohne Haustiere die absoluten Spitzenreiter, wenn es um das gesamte Spendenvolumen geht. Diese Gruppe spendete im Durchschnitt etwa 1.060 US-Dollar über die neun Jahre hinweg. Im direkten Vergleich dazu kamen Katzenbesitzer auf durchschnittlich 780 US-Dollar und Hundebesitzer auf 700 US-Dollar. Interessanterweise tätigten die haustierlosen Befragten im Schnitt elf Spenden.

Die Wissenschaftler führen die festgestellten Unterschiede im philanthropischen Engagement auf charakterliche Dispositionen zurück, die mit der Wahl des Haustieres korrelieren könnten. Katzenhalter, denen in früheren Studien eine höhere Offenheit für neue Erfahrungen zugeschrieben wurde, reagieren möglicherweise sensibler auf die Bedürfnisse anderer. Diese Erkenntnisse sind für den Non-Profit-Sektor von praktischem Nutzen. Sie ermöglichen die Entwicklung gezielterer Fundraising-Strategien, die spezifisch auf die Präferenzen von Hunde- oder Katzenbesitzern abgestimmt sind, anstatt allgemein gehaltene Kampagnen zu fahren.

Die Daten legen nahe, dass die Art des gehaltenen Tieres ein überraschend valider Indikator für das Spendenverhalten sein kann. Während Hundebesitzer möglicherweise eher in tierschutzrelevante Organisationen einzahlen, deuten die breiter gefächerten Spendenmuster der Katzenbesitzer auf eine allgemein höhere Bereitschaft zur Unterstützung unterschiedlicher gesellschaftlicher Anliegen hin. Es ist ein faszinierender Einblick in die Psychologie der Tierliebe und deren finanzielle Auswirkungen.

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Quellen

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  • Good Good Good

  • Herbert Chang - Dartmouth College - Forbes

  • An Alumnus Studies How Technology Shapes Human Behavior | Dartmouth Admissions

  • Cat owners donate more money than dog owners | Popular Science

  • Raising Money for a Charity? Don't Bark Up the Wrong Tree. | Dartmouth

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