
Der Montagepunkt des Schöpfers: Wie man Aufmerksamkeit in ein Werkzeug des Wandels verwandelt
Autor: lee author

❓FRAGE:
Es gibt den Körper. Es gibt den Verstand. Es gibt das Ich. So wie ich es wahrnehme, ist dieses Ich der Beobachter, der einfach nur zuschaut; auf dieser Ebene fühle ich keine Emotionen, dort gibt es weder Vergnügen noch Leid, keine Bewertungen und kein Gut oder Schlecht. Zudem spüre ich dort weder Langeweile noch Wünsche oder den Drang nach Veränderung. Dem Beobachter ist es völlig gleichgültig, worauf er blickt (was er empfindet) – ob er nun über Milliarden von Jahren ein Stein ist oder der glücklichste Mensch auf dem Planeten. Der Körper erfährt physische Empfindungen, der Verstand interpretiert diese und erzeugt auf ihrer Grundlage Gedanken sowie Emotionen; er generiert auch Wünsche nach einem einzigen Schema – dem Verlangen, positive Emotionen zu erleben. Fehlt in diesem Schema nicht noch eine weitere Instanz? Jene, von der du ständig sprichst: „Wer bin ich“? Wer ist es, der sowohl will als auch fähig ist, etwas zu verändern? Du sagst, dass der Verstand nicht in der Lage ist, etwas zu ändern. Der Beobachter will nichts, er nimmt nur wahr. Wo findet sich hier das Ich als Schöpfer?
❗️ANTWORT lee:
Dieses „Schema“ ist eine Interpretation aus der menschlichen linearen Erfahrung heraus. In ihr hängen all diese Aspekte des „Seins“ gewissermaßen in der Luft.
Wenn wir vom Sein sprechen, handelt es sich dabei um nur eine einzige Wesenheit, und Sie sind die Perspektive dieses Einen.
Der Körper „ist“ nicht einfach da, sondern er wird als Erfahrung der Selbstdefinition des „Wer bin ich“ für diesen jeweiligen Standpunkt erschaffen.
Das bedeutet: Solange Sie im Körper sind, nutzen Sie ihn für Empfindungen in der von Ihnen erschaffenen physischen Welt.
Der Verstand ist ein Interpretationsmechanismus und keine eigenständige Wesenheit.
All diese Begriffe sind also Beschreibungen verschiedener Elemente, die innerhalb eines einheitlichen Systems der Selbsterkenntnis zusammenwirken.
Der Versuch, ein einzelnes Element herauszugreifen und es unabhängig von den anderen zu betrachten, führt zu einer Verzerrung des eigentlichen Prozesses.
Wenn man daher den Beobachter als etwas vom Körper Getrenntes isoliert, entsteht eine Illusion der Distanziertheit, woraufhin viele philosophische Themen darüber aufkommen, dass „nichts existiert“, „alles nur Leere ist“ und so weiter.
Integrieren Sie alles als Eins, erkennen Sie, dass Empfindungen Teil der Erfahrung sind und keine „Körper-Illusion“. Der Sinn des Beobachters liegt nicht darin, einfach „neutral zu sein“, sondern darin, eine Erfahrung von der anderen zu unterscheiden sowie Emotionen, eigene Gefühle, Überzeugungen, Gedanken und so weiter zu differenzieren.
Als Beobachter können Sie sich bewusst machen: „Diese Freude empfinde ich, weil…“ oder „Diesen Schmerz habe ich auf diese Weise erschaffen“ oder „Diese Erfahrung hat mich dazu geführt, dass…“.
Gewiss, der Körper durchläuft physische Empfindungen, doch Sie können diese Empfindungen auch ohne den Körper erschaffen, wobei erst die körperliche Erfahrung Ihnen deren Interpretation ermöglicht. Ebenso können Sie nicht-physische Empfindungen haben, die Sie beispielsweise nur im Traum erfahren, während der Körper diese beim Erwachen mittels einer „ungewöhnlichen Hormonmischung“ in seine eigene Interpretation übersetzt. In solchen Momenten können Sie „überirdische Glückseligkeit“ erleben, indem Sie eine außerkörperliche Erfahrung machen, diese jedoch über den Körper (die Chemie) physisch wahrnehmen.
Das „Ich-Schöpfer“ ist der Standpunkt des Einen. Denn nur der Eine erschafft im Einen, indem er Erfahrung in sich selbst generiert.
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Quellen
Сайт lee
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