Spanischer Anwaltsrat Zertifiziert Digitale Kompetenz und Gewährt Zugang zu KI-Rechtstools

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Der Consejo General de la Abogacía Española (CGAE) forciert die digitale Transformation seiner Mitglieder durch die Zertifizierung von Juristen, die das Upro-Programm für digitale Kompetenzen erfolgreich absolviert haben. Diese Initiative verzeichnet eine hohe Akzeptanz, mit über 16.000 Anmeldungen bis Dezember 2025. Absolventen erhalten als substanziellen Mehrwert einen kostenlosen Testzugang zu juristischen KI-Anwendungen. Die entsprechenden Kooperationsvereinbarungen wurden von CGAE-Präsident Salvador González mit den Vertretern führender Technologieanbieter unterzeichnet, was die Ernsthaftigkeit der digitalen Agenda des Rates bekräftigt.

Das Upro-Programm, das voraussichtlich bis Juni 2026 Zehntausende von Fachleuten schulen wird, wird durch europäische Mittel im Rahmen der Initiative Generación D finanziert und von Unión Profesional in Koordination mit Red.es verwaltet. Die Ausbildung umfasst 150 Stunden flexiblen Unterricht, der online und in Präsenz angeboten wird, um eine maximale Reichweite zu gewährleisten. Die Teilnehmer erwerben das offizielle Zertifikat als „digitaler Anwalt“, das ihre Qualifikation in digitalen Prozessen belegt. Die Struktur gliedert sich in einen allgemeinen Block von 40 Stunden und einen spezifischen Block von 110 Stunden, in dem Themen wie Cybersicherheit, Blockchain und die digitale Transformation von Kanzleien behandelt werden.

Der konkrete Anreiz für erfolgreiche Teilnehmer besteht in mehrwöchigen Testphasen für spezialisierte KI-Software. Konkret erhalten sie einen einmonatigen kostenlosen Zugang zu GenIA-L von Lefebvre und Helena von Sepín, ergänzt durch eine zweimonatige Testphase für Tirant Prime, bereitgestellt von Tirant Lo Blanch. Diese Werkzeuge sind darauf ausgelegt, anspruchsvolle juristische Recherchen, Dokumentenerstellung und die Analyse komplexer Sachverhalte unter Nutzung verlässlicher Rechtsquellen zu optimieren. Die Unterzeichnungen der Kooperationsabkommen erfolgten mit Juan Pujol, Präsident und CEO von Lefebvre, Jéssica Peña, Operationsdirektorin von Sepín, und Laura Barrios, stellvertretende Generaldirektorin von Tirant Lo Blanch.

Salvador González, der seit Juli 2024 Präsident des CGAE ist und nicht stimmberechtigtes Mitglied des Consejo de Estado ist, betrachtet die KI-Integration als eine unvermeidliche Evolution. Er zieht den Vergleich zur Einführung elektronischer Kommunikationsmittel vor über einem Jahrzehnt und argumentiert, dass die tägliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz bald von einer Option zu einem unverzichtbaren Instrument im juristischen Alltag avancieren wird. Diese Initiative initiiert somit eine fundamentale Neuausrichtung der Berufsausübung in Spanien, gestützt durch die strategische Finanzierung aus europäischen Mitteln, um die Dienstleistungsqualität für Bürger nachhaltig zu verbessern.

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Quellen

  • El Derecho

  • Abogacía Española

  • El Derecho

  • Ilustre Colegio de Abogados de Valencia

  • Abogacía Española

  • Ilustre Colegio de Abogados de Las Palmas

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