US-Solarmarkt prognostiziert Rekordzuwachs von 43,4 GW im Jahr 2026 nach vorübergehendem Rückgang 2025

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Eine aktuelle Marktstudie der Solar Energy Industries Association (SEIA) und Wood Mackenzie zeichnet ein Bild der Volatilität, unterstreicht jedoch die langfristige Robustheit des US-Photovoltaiksektors. Trotz einer moderaten Wachstumsabschwächung im Jahr 2025, die primär auf regulatorische Anpassungen zurückzuführen ist, zeichnet sich für das Folgejahr eine massive Erholung ab. Für 2026 wird im Bereich der großflächigen Solarparks ein historischer Zuwachs von 43,4 Gigawatt (GW) an neuer Kapazität erwartet. Dies entspricht einer beeindruckenden Steigerung von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verdeutlicht die ökonomische Widerstandsfähigkeit der Solarenergie gegenüber politischen Schwankungen.

Im Jahr 2025 erreichte die kumulierte installierte Leistung der US-Solaranlagen einen Wert von 43,2 GW Gleichstrom (GWdc). Dies stellt einen Rückgang von 14 % im Vergleich zum Rekordjahr 2024 dar, in dem fast 50 GW (exakt 49,99 GWdc) ans Netz gingen. Dieser temporäre Abwärtstrend wird unter anderem auf politische Unsicherheiten und Gesetzesinitiativen zurückgeführt, die die Rahmenbedingungen für steuerliche Vergünstigungen auf Bundesebene veränderten. Ungeachtet dessen dominierten Solarenergie und Batteriespeicher den Markt: Zusammen machten sie 79 % aller neuen Stromerzeugungskapazitäten des Landes im Jahr 2025 aus, was ihre zentrale Rolle für die Energiewende untermauert.

Texas festigte seine Position als Spitzenreiter beim Ausbau im Jahr 2025 und steuerte allein 11 GW zur neuen Solarkapazität bei. Parallel zu diesen Marktentwicklungen vollzieht sich ein bedeutender personeller Wechsel an der Spitze der Branche. Am 20. Januar 2026 trat Darren Van't Hof offiziell sein Amt als Interimspräsident und CEO der SEIA an. Er übernimmt die Leitung von Abigail Ross Hopper in einer Phase, die für die strategische Ausrichtung der US-Solarindustrie von entscheidender Bedeutung ist.

Die Prognosen der US Energy Information Administration (EIA) für das Jahr 2026 bestätigen den Aufwärtstrend eindrucksvoll. Es wird erwartet, dass die gesamte neue Erzeugungskapazität in den USA 86 GW erreichen wird, wobei die Solarenergie mit 51 % den Löwenanteil stellt, gefolgt von Batteriespeichern mit 28 %. Damit wird die Sonne im kommenden Jahr für mehr als die Hälfte des gesamten Kapazitätszuwachses verantwortlich sein. Bis zum Jahr 2036 wird ein massiver Ausbau um weitere 490 GW prognostiziert, wodurch die installierte Gesamtbasis auf nahezu 770 GW anwachsen soll.

Trotz gelegentlicher regulatorischer Hürden treiben wirtschaftliche Faktoren wie sinkende Technologiekosten die Nachfrage kontinuierlich voran. Ein neuer, signifikanter Treiber ist der rasant steigende Strombedarf durch die Expansion von Rechenzentren und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Dieser Trend schafft zusätzliche Anreize für den beschleunigten Ausbau von Solar- und Speicherlösungen, um die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. Der Sektor beweist eine bemerkenswerte Resilienz, in der die ökonomische Logik und der technologische Fortschritt den Weg ebnen, selbst wenn politische Rahmenbedingungen zeitweise für Gegenwind sorgen.

8 Ansichten

Quellen

  • Reuters

  • EIA: US to add record 43.4GW of new utility-scale solar PV capacity in 2026

  • Solar Energy Industries Association Names Darren Van't Hof as Interim President and CEO

  • U.S. Solar Industry Association Appoints Interim President and CEO - Solarbe Global

  • Global solar: 3 things to look for in 2026

  • SEIA CEO, Abigail Ross Hopper, to step down in January 2026 - PV Tech

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