Google führt Änderung der Gmail-Nutzernamen ein und beendet die Ära permanenter Adressen
Bearbeitet von: Veronika Radoslavskaya
Google leitet eine tiefgreifende Änderung der Nutzungsbedingungen für private Gmail-Konten ein: Erstmals in der Geschichte des Dienstes wird es Verbrauchern ermöglicht, ihre fest zugewiesene @gmail.com-Adresse zu ändern. Bisher war die ursprüngliche E-Mail-Adresse dauerhaft an das Konto gebunden. Diese strikte Regelung galt nicht für Google Workspace-Konten, deren Verwaltung in den Händen der jeweiligen IT-Abteilungen liegt.
Die Einführung dieser lang erwarteten Funktion erfolgt schrittweise und regional gestaffelt. Erste Anzeichen für die Verfügbarkeit lieferten Support-Dokumentationen in Hindi, was darauf hindeutet, dass Regionen wie Indien möglicherweise zu den ersten gehören, die diese Option Ende 2025 nutzen können. Berechtigte Nutzer werden die neue Einstellung in ihrem Google-Konto finden. Der Pfad führt über die Einstellungen zu den 'Persönlichen Daten', dann zum Abschnitt 'E-Mail', wo die Option 'E-Mail-Adresse für Ihr Google-Konto ändern' erscheinen sollte.
Dieser Prozess erlaubt es Nutzern, eine neue @gmail.com-Adresse zu wählen, vorausgesetzt, diese ist noch nicht an ein anderes Google-Konto vergeben. Ein entscheidender Punkt ist die Wahrung der Kontinuität: Die ursprüngliche Adresse wird nicht gelöscht oder für andere freigegeben, sondern automatisch in einen permanenten Alias umgewandelt. Diese Beibehaltung ist von immenser Bedeutung, da viele Anwender ihre primäre E-Mail-Adresse über Jahre hinweg bei unzähligen externen Diensten hinterlegt haben, was einen kompletten Wechsel logistisch extrem aufwendig machen würde.
Sämtliche mit dem Konto verknüpften digitalen Güter bleiben unangetastet und sicher mit dem einen Google-Konto verbunden. Dies gewährleistet die Integrität der Daten während des Adresswechsels. Dazu zählen E-Mails, die gesamte Google Fotos-Bibliothek, Drive-Dateien sowie YouTube-Aktivitäten. Nach der Umstellung können sich Kontoinhaber weiterhin mit der alten oder der neuen Adresse anmelden, wobei sämtliche eingehende Korrespondenz beider Identifikatoren im selben Posteingang zusammenläuft.
Um Missbrauch vorzubeugen und die Stabilität der digitalen Identität zu sichern, hat Google klare Einschränkungen implementiert. Nutzer, die ihre Kennung ändern, unterliegen einer obligatorischen Sperrfrist von zwölf Monaten. Innerhalb dieses Jahres darf die neu gewählte Adresse weder modifiziert noch entfernt werden. Die ursprüngliche Adresse bleibt während dieser Übergangsphase weiterhin aktiv, was eine mögliche Rückkehr ermöglicht. Darüber hinaus existiert eine Obergrenze für die gesamte Lebensdauer des Kontos: Berichten zufolge sind maximal drei Änderungen gestattet, was über die gesamte Nutzungsdauer hinweg zu vier verschiedenen @gmail.com-Adressen führt. Dieser vorsichtige Ansatz unterstreicht Googles Prioritätensetzung bezüglich Systemstabilität und Sicherheit, während gleichzeitig die Kontrolle über die digitale Identität der Nutzer gestärkt wird.
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Quellen
PC Magazine
PCMag Australia
PCMag
9to5Google
The Tech Portal
Ghacks.net
Mint
MD Ijaj Khan
Mint
Fast Company
Ghacks.net
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