2026 GRAMMY Live vom roten Teppich | 68. GRAMMY-Verleihung
Kendrick Lamar und Bad Bunny setzen historische Maßstäbe bei den 68. Grammy Awards
Bearbeitet von: Inna Horoshkina One
Die 68. Verleihung der Grammy Awards, die am 1. Februar 2026 in der pulsierenden Metropole Los Angeles stattfand, war weit mehr als eine bloße Bestandsaufnahme des vergangenen Musikjahres. An diesem Abend transformierte sich die Musik von einer rein akustischen Untermalung zu einer kraftvollen Sprache der Geschichte, der Identität und des gesellschaftlichen Protests. Es war eine Zeremonie, die eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass künstlerisches Schaffen als Spiegelbild globaler Veränderungen fungieren kann.
DALAI LAMA gewinnt in der Kategorie Bestes Hörbuch, Erzählung & Storytelling | 2026 GRAMMYs
Ein monumentaler Wendepunkt in der Geschichte der Recording Academy wurde erreicht, als das Werk „Debí Tirar Más Fotos“ von Bad Bunny als erstes vollständig spanischsprachiges Album die Auszeichnung für das „Album des Jahres“ erhielt. Dieser Erfolg markierte weniger einen Sieg für ein spezifisches Genre, sondern vielmehr einen zivilisatorischen Meilenstein. Es war die offizielle Anerkennung dafür, dass die globale Popkultur längst nicht mehr nur ein einziges Zentrum oder eine einzige dominierende Sprache besitzt, sondern durch Vielfalt definiert wird.
Im Bereich des Hip-Hops festigte Kendrick Lamar seinen Status als eine der bedeutendsten Stimmen unserer Zeit. Er beendete den Abend mit insgesamt fünf Auszeichnungen und stieg damit offiziell zum am häufigsten prämierten Rap-Künstler in der Geschichte der Grammys auf, womit er den bisherigen Rekord von Jay-Z übertraf. Sein gemeinsam mit SZA aufgenommener Titel „Luther“ wurde als „Aufnahme des Jahres“ geehrt – ein Werk, das beispielhaft zeigt, wie persönliche Emotionen und tiefgreifende politische Botschaften in einer einzigen künstlerischen Vision verschmelzen können.
Auch Billie Eilish und ihr Bruder Finneas schrieben die Geschichtsbücher der Grammys erneut um, indem sie für ihren Song „Wildflower“ den Preis in der Kategorie „Song des Jahres“ entgegennahmen. Dies markiert ihren dritten Sieg in dieser prestigeträchtigen Sparte, was einen absoluten Rekord darstellt. Ihre musikalische Entwicklung verdeutlicht, dass es ihnen zunehmend weniger um die Mechanismen der Industrie geht, sondern vielmehr darum, Verletzlichkeit als eine Form von unerschütterlicher Stärke zu präsentieren.
Der Abend hielt jedoch auch jenseits der klassischen Pop-Bühnen historische Momente bereit, die das breite Spektrum der Kunstform Musik unterstrichen:
- Steven Spielberg trat offiziell in den exklusiven Kreis der EGOT-Preisträger ein, nachdem er seinen ersten Grammy für den Dokumentarfilm „Music by John Williams“ erhalten hatte.
- Der Dalai Lama wurde ebenfalls mit seinem ersten Grammy geehrt, den er für das Hörbuch „Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama“ erhielt.
Diese Auszeichnungen machten deutlich, dass Stille, das gesprochene Wort und tiefe spirituelle Reflexion ebenso als wertvolle musikalische Ausdrucksformen gewürdigt werden können wie komplexe orchestrale Kompositionen oder moderne Pop-Produktionen.
Trotz der feierlichen Stimmung und der zahlreichen Rekorde dienten die Grammys 2026 auch als Plattform für deutliche zivilgesellschaftliche Äußerungen. Mehrere Künstler nutzten die weltweite Aufmerksamkeit der Live-Übertragung, um Kritik an der Politik der US-Einwanderungsbehörde ICE zu üben. Besonders eindrucksvoll war der Auftritt von Olivia Dean, der Gewinnerin in der Kategorie „Beste neue Künstlerin“, die in ihrer Rede ruhig, aber mit bemerkenswerter Klarheit über ihr Erbe als Einwanderin sprach und damit ein Zeichen für Sichtbarkeit setzte.
Ein emotionaler Abschied prägte das Ende der Veranstaltung, als Trevor Noah die Zeremonie zum sechsten und zugleich letzten Mal als Moderator leitete. Gleichzeitig markierte dieser Abend das Ende einer Ära in der Medienlandschaft, da die Übertragung die letzte in der Geschichte der Grammys war, die auf dem Sender CBS ausgestrahlt wurde. Dieser doppelte Abschied symbolisiert den Übergang in eine neue Epoche der medialen Berichterstattung und Distribution von Musikkultur.
Abschließend lässt sich festhalten, dass dieses Ereignis dem globalen Klangbild eine neue Tiefe verliehen hat. Frei nach den Worten von Johann Sebastian Bach, der den Zweck der Musik in der Verherrlichung Gottes und der Erneuerung des Geistes sah, zeigten die Grammys 2026, dass diese uralte Funktion auch heute noch Bestand hat. Die Musik diente nicht dazu, die Realität lediglich zu dekorieren, sondern sie half dabei, sie in einer komplexen Welt neu zusammenzusetzen.
Durch die universelle Kraft der spanischen Sprache, die ungeschönte Wahrheit des Hip-Hops und die prämierte Stille wurde deutlich, dass Vielfalt keine bloße Metapher ist. In dieser Nacht war die Einheit in der Verschiedenheit die hörbare Ordnung einer Welt, die durch die Kunst wieder ein Stück näher zusammengerückt ist. Wir sind viele, aber in der Musik sind wir eins.
Quellen
Mirror
India News, Breaking News, Entertainment News | India.com
Daily Record
GEO TV
Breaking News.ie
LADbible
The Independent
Heart
https://www.ruhr24.de
News18
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