„Sentimental Value“ schreibt Geschichte: Erster Oscar für Norwegen in der Kategorie „Bester internationaler Film“
Bearbeitet von: An goldy
Am 15. März 2026 erlebte das norwegische Kino einen historischen Triumph bei der 98. Oscar-Verleihung. Joachim Triers gefeiertes Werk „Sentimental Value“ (Originaltitel: Affeksjonsverdi) sicherte sich die begehrte Statuette in der Kategorie „Bester internationaler Spielfilm“. Dieser Sieg markiert einen bedeutenden Meilenstein, da Norwegen zuvor zwar mehrfach in Dokumentarfilm-Kategorien erfolgreich war, in dieser prestigeträchtigen Sparte jedoch noch nie triumphieren konnte. Der Film, der bereits im Mai 2025 mit dem Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde, ging mit insgesamt neun Nominierungen ins Rennen, darunter auch in den Hauptkategorien „Bester Film“ und „Bestes Originaldrehbuch“.
Seit der ersten Nominierung im Jahr 1957 für den Film „Neun Leben“ (Nine Lives) war Norwegen insgesamt siebenmal in dieser Kategorie vertreten, blieb jedoch bis zu diesem denkwürdigen Abend ohne Sieg. Regisseur Joachim Trier, der das Drehbuch gemeinsam mit Eskil Vogt verfasste, nutzte seine Dankesrede für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Kernmotiven des Films. Er erläuterte, dass das Werk die Komplexität elterlicher Enttäuschung und die Notwendigkeit untersuche, Eltern als eigenständige Persönlichkeiten wahrzunehmen. Neben der künstlerischen Anerkennung hob Trier den kommerziellen Erfolg hervor: Bei einem Produktionsbudget von 7,8 Millionen US-Dollar spielte das Drama weltweit beeindruckende 22 Millionen US-Dollar ein. In einem emotionalen Appell zitierte er den US-Schriftsteller James Baldwin mit den Worten, dass alle Erwachsenen die Verantwortung für alle Kinder tragen, und mahnte dazu, Politiker, die diesen Grundsatz missachten, nicht zu unterstützen.
Die schauspielerische Brillanz des Ensembles trug maßgeblich zum internationalen Erfolg bei. Stellan Skarsgård brilliert in der Rolle des entfremdeten Regisseurs Gustav, während Renate Reinsve und Inga Ibsdotter Lilleås seine Töchter verkörpern. Ergänzt wird die Besetzung durch die US-Schauspielerin Elle Fanning. Bei dem Film handelt es sich um eine internationale Koproduktion zwischen Norwegen, Frankreich, Dänemark und Deutschland, die maßgeblich durch den Eurimages-Fonds unterstützt wurde. Vor dem Oscar-Gewinn erhielt das Werk bereits weitreichende Anerkennung, einschließlich Auszeichnungen der Europäischen Filmakademie und eines Golden Globes für Stellan Skarsgård.
Das Wettbewerbsumfeld der 98. Oscar-Verleihung war in der Kategorie „Bester internationaler Film“ besonders hochkarätig besetzt. Zu den Mitstreitern gehörten Jafar Panahis „It Was Just an Accident“, der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 2025, sowie „The Voice of Hind Rajab“ von Kaouther Ben Hania. Ebenfalls nominiert war der brasilianische Beitrag „Secret Agent“, der zusätzlich eine Nominierung als „Bester Film“ erhielt. Insgesamt prüfte das Exekutivkomitee der Academy 92 eingereichte Filme, um die finale Auswahl zu treffen. Der Triumph von Joachim Trier markiert nun einen neuen Höhepunkt in der norwegischen Filmgeschichte und festigt die Position des Landes auf der Weltbühne des Kinos.
8 Ansichten
Quellen
TV3 Televizija
Todo Noticias
International Business Times UK
Dnes.bg
TV2
The Guardian
Filmweb
The New Yorker
La Biennale di Venezia
Infobae
20Minutos
HOLA
Multimedios Cooperativa Tío Pujio
LA NACION
Vertex AI Search
ELLE
Wikipedia
RadarOnline
Форум Филм
Проектът „Аве Мария“ - Фантастика, САЩ / 2026 - Всичко хубаво
Awards Radar
Project Hail Mary | Vue Cinema Times & Book Tickets
Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:
We've reached the point. Sony Pictures and Pop Mart will produce a feature film with... Labubu in the lead role. The director will be Paul King, known for the Paddington duology and the film Wonka. He will be working on the script with Steven Levenson, a Tony Award winner for
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.


