Maria Grazia Chiuris triumphales Debüt bei Fendi auf der Mailänder Modewoche
Bearbeitet von: Katerina S.
Die Mailänder Modewoche diente als glanzvolle Bühne für das mit Spannung erwartete Debüt von Maria Grazia Chiuri in ihrer neuen Rolle als Creative Director des Hauses Fendi. Dieser Meilenstein markiert eine bedeutsame Rückkehr der Designerin zu der römischen Luxusmarke, bei der sie bereits im Jahr 1989 ihre beeindruckende Karriere in der Accessoire-Abteilung begann. In jener Zeit war sie maßgeblich an der Entstehung der legendären Baguette-Tasche beteiligt. Chiuri, die zuvor fast ein Jahrzehnt lang die kreative Leitung bei Dior innehatte und dort Berichten zufolge für ein erhebliches Umsatzwachstum verantwortlich war, präsentierte nun eine Vision, die tief in der Kontinuität und den Traditionen von Fendi verwurzelt ist.
Unter dem programmatischen Motto „Meno Io, Più Noi“ (Weniger Ich, mehr Wir) entwarf Chiuri ein einheitliches Konzept für Damen- und Herrenbekleidung, das prominent auf dem Laufsteg im Mailänder Hauptsitz in der Via Solari zu lesen war. Die Designerin betonte, dass dieses Leitmotiv eine Hommage an das matriarchale Erbe von Fendi darstellt, welches über vier Generationen hinweg von Frauen geprägt wurde – angefangen bei der Gründerin Adele Fendi bis hin zu ihren fünf Töchtern. Chiuris Ziel war es, die Mentorinnen der Fendi-Familie zu ehren und den kollektiven Geist des Ateliers hervorzuheben, wobei sie bewusst die Grenzen zwischen femininer und maskuliner Mode überschritt.
Die präsentierte Kollektion legte einen klaren Fokus auf handwerkliche Meisterschaft und Funktionalität, wobei auf eine übermäßige Verwendung von Monogrammen verzichtet wurde. Stattdessen dominierten exquisite Silhouetten aus edlen Materialien wie Seide, Samt und Brokat das Bild. Ein zentrales Element des Stylings waren kontrastierende, spitze weiße Kragen, die wie Halsketten getragen wurden. Die Oberbekleidung erinnerte an die Ursprünge von Fendi als Pelzhaus, das im Jahr 1925 gegründet wurde. Zu sehen waren moderne Bomberjacken und Patchwork-Mäntel, wobei für die Herstellung konsequent recycelter Pelz verwendet wurde. Ein markantes stilistisches Detail war zudem die Kombination von hohen Socken mit eleganten Schuhen, darunter Slingbacks und T-Strap-Modelle.
In einem innovativen Schritt arbeitete Chiuri zudem mit der jungen Künstlerin SAGG Napoli zusammen. Aus dieser Kooperation gingen T-Shirts und Fußballschals hervor, die mit prägnanten Slogans wie „Rooted, but not stuck“ (Verwurzelt, aber nicht festgefahren) versehen waren. Diese Zusammenarbeit unterstreicht den Wunsch der Designerin, zeitgenössische Kunst und sportliche Elemente in die luxuriöse Welt von Fendi zu integrieren, ohne dabei die historische Identität der Marke aus den Augen zu verlieren.
Das Prestige der Veranstaltung wurde durch eine hochkarätig besetzte Front Row unterstrichen, in der Weltstars wie Monica Bellucci, Uma Thurman und Jessica Alba Platz nahmen. Auch Bernard Arnault, der Vorsitzende von LVMH – dem Mutterkonzern von Fendi –, ließ es sich nicht nehmen, die Kollektion persönlich zu begutachten. Besonders bemerkenswert war die Anwesenheit von Silvia Venturini Fendi, die ihren Posten als Creative Director des Hauses erst im vergangenen Herbst verlassen hatte und nun das neue Kapitel unter Chiuris Leitung unterstützte.
3 Ansichten
Quellen
LaVanguardia
Elle
LaSexta
Vogue España
Women's Wear Daily
The New York Times
Harper's BAZAAR
Vogue
CNA Luxury
Marie Claire
RUNWAY MAGAZINE ®
Wikipedia
The Associated Press
Hypebeast
La Razón
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