M2.8 flare @ S15°E19° (NOAA 4392) 2026-03-16 12:00 / 12:15 \ 12:32 UT
Sonnenflare M2.7 bei S15°E19° (NOAA 4392) 2026-03-16 12:00 / 12:15 / 12:32 UT
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Autor: Uliana Soloveva
M2.8 flare @ S15°E19° (NOAA 4392) 2026-03-16 12:00 / 12:15 \ 12:32 UT
Sonnenflare M2.7 bei S15°E19° (NOAA 4392) 2026-03-16 12:00 / 12:15 / 12:32 UT
Am 16. März 2026 ereignete sich auf der Sonne ein bemerkenswertes Phänomen, das die Aufmerksamkeit von Astronomen weltweit auf sich zog. Um genau 12:15 Uhr UTC löste die aktive Region 4392 eine mittelschwere Sonneneruption der Klasse M2.7 aus, was auf der Skala der National Oceanic and Atmospheric Administration einer R1-Einstufung entspricht. Dieser Ausbruch dauerte etwa 24 Minuten an und wurde von einem Radio-Burst des Typs II begleitet. Experten schätzten die Geschwindigkeit der dabei entstandenen Schockwelle auf beachtliche 1227 Kilometer pro Sekunde. Diese Daten deuteten unmittelbar auf einen koronalen Massenauswurf (CME) hin, der seinen Ursprung im südöstlichen Quadranten der Sonnenscheibe hatte. Trotz dieser Position bestätigten Koronographen-Aufnahmen eine Komponente, die direkt auf die Erde gerichtet ist.
The Sun gets busy with an M2.7 solar flare from AR14392 at 0316, 1215 UTC. There was an associated CME, the coronal wave looks impressive, will have to wait for SOHO to update to see how much of it was Earth directed...
Sonnenflare M2.7 in der aktiven Region 14392
Kurz nach dem Ereignis, gegen 14:16 Uhr UTC am selben Tag, gaben die Spezialisten des NOAA Space Weather Prediction Center (SWPC) erste Warnungen über einen möglichen CME heraus. Man wartete gespannt auf detaillierte Bilder, um die Flugbahn präzise bestimmen zu können. Bis zum Abend, zwischen 20:25 und 20:29 Uhr UTC, lieferte die Analyse der eingegangenen Bilddaten Gewissheit: Ein Teil der ausgestoßenen Plasmawolke befindet sich tatsächlich auf Kollisionskurs mit unserem Planeten. Infolgedessen gab das SWPC eine Prognose für einen geomagnetischen Sturm der Kategorie G2 (moderat) heraus, der voraussichtlich am 19. März 2026 die Erde erreichen wird. Für den 17. und 18. März wird die Aktivität hingegen als gering eingestuft, wobei die Werte unter der G1-Schwelle bleiben dürften.
And here is the NASA M2M WSA-ENLIL+Cone model prediction for the CME from the M2.7 flare today. It is a fairly decent, but fairly slow hit. The CME is expected around midday (UTC) on March 19th. Fingers crossed (but low expectations).
Impressive coronal dimming from the M2.7 flare in AR 4392! It propagates across most if not the entire solar disk, indicating the CME has an Earth-directed component. Expecting a decent halo CME in coronagraph images.
Vorhersage des NASA M2M WSA-ENLIL+ Cone-Modells für den koronalen Massenauswurf (CME) von einem M2.7-Sonnenflare.
Die Vorhersage solcher Weltraumwetterereignisse bleibt jedoch eine komplexe Herausforderung für die Wissenschaft. Während das SWPC den 19. März anvisierte, gab es von anderen Institutionen abweichende Einschätzungen. So vermutete das Labor für Sonnenastronomie des IKI RAN in Russland ursprünglich eine deutlich höhere Geschwindigkeit der Plasmawolke und rechnete mit einer Ankunft bereits zur Mitte des 18. März. Aktuelle Computermodelle vom 17. März korrigierten diese Annahmen jedoch nach unten. Die Berechnungen zeigen nun, dass sich die Wolke langsamer fortbewegt als visuell zunächst vermutet. Die Ankunft wird nun eher für Samstag, den 21. März, oder sogar noch später erwartet. Diese Diskrepanz verdeutlicht, wie schwierig es ist, die exakte Dynamik eines CME im interplanetaren Raum vorherzusagen, wobei sogar ein Szenario denkbar ist, bei dem die Hauptmasse des Plasmas die Erde gänzlich verfehlt.
Solar flare and CME. This latest SWPC video tells you about this morning's solar flare, associated CME, and how we look for and analyze these CMEs. A G2 (Moderate) Watch is now out for 19 March as a result of our preliminary analyses. Stay informed at spaceweather.gov
Video von NOAA SWPC mit der Analyse eines M2.7-Sonnenflares und einer Vorhersage des Weltraumwetters.
Zusätzliche Brisanz erhielt die Eruption durch den Zusammenbruch und Ausstoß eines Protuberanz-Filaments in unmittelbarer Nähe des Epizentrums, was die Gesamtmenge der freigesetzten Materie erhöhte. Dennoch ordnen Wissenschaftler dieses Ereignis als weitaus weniger intensiv ein als die massive X1.8-Eruption vom Januar desselben Jahres. Jener Ausbruch hatte einen geomagnetischen Sturm nahe der Kategorie G5 sowie den stärksten Strahlungssturm des 21. Jahrhunderts ausgelöst. Im aktuellen Fall am 16. März 2026 werden keine derartigen Extremfolgen erwartet. Weder eine gefährliche Strahlungsbelastung noch langanhaltende Störungen der weltweiten Energiesysteme stehen derzeit auf dem Plan der Forscher, was die Bevölkerung beruhigen dürfte.
Sollte der geomagnetische Sturm der Stärke G2 wie prognostiziert eintreffen, sind die Auswirkungen für die meisten Menschen kaum spürbar, aber für Technikbegeisterte durchaus interessant. Die NOAA weist darauf hin, dass in Breitengraden um 55° mit der Sichtung von Polarlichtern gerechnet werden kann, sofern der Himmel klar ist. Technisch gesehen könnten kurzzeitige Beeinträchtigungen im Hochfrequenz-Funkverkehr auftreten. Zudem sind minimale Schwankungen in den Stromnetzen der nördlichen Regionen möglich. Die Situation wird weiterhin akribisch überwacht, da jede neue Information von Satelliten und Koronographen das Zeitfenster für das Eintreffen der Plasmawolke in den kommenden Tagen weiter präzisieren könnte.
Das Jahr 2026 markiert eine Phase, in der die Sonne unaufhaltsam auf das Maximum ihres aktuellen Aktivitätszyklus zusteuert. Dabei wechseln sich Phasen intensiver Eruptionen mit Perioden relativer Ruhe ab. Jedes dieser Ereignisse dient der Wissenschaft als wertvoller Testlauf für bestehende Vorhersagemodelle und erinnert an die dynamische Wechselwirkung zwischen der Erde und ihrem Heimatstern. Die kommenden 24 bis 48 Stunden werden zeigen, welche Prognose der Realität am nächsten kommt – die frühen visuellen Schätzungen oder die verfeinerten computergestützten Berechnungen.
Zusammenfassend lassen sich die wichtigsten Eckdaten des aktuellen Sonnenereignisses wie folgt festhalten:
Researchers from @IAC_Astrofisica and @ULL have achieved the most precise measurement so far of the Sun’s tachocline, a very thin transition layer located deep inside the star that plays a central role in the generation of solar magnetism. This region lies roughly 200,000
We are not alone: Our sun escaped together with stellar 'twins' from galaxy center phys.org/news/2026-03-s…
SUNDIVING COMET UPDATE: Daylight Potential Loading... ☄️🔥 Comet MAPS (C/2026 A1) is still a faint green blob in Cetus right now, but the countdown is on, it could become a daylight comet in April! Photo below: Stunning capture by Dan Bartlett on March 8th from June Lake,