Physiker entwickeln kausale Struktur zur Auflösung des Beobachterproblems in der Quantenmechanik

Bearbeitet von: Irena I

Ein bedeutender theoretischer Vorstoß in der Physik zielt darauf ab, die konzeptionellen Schwierigkeiten der Quantenmechanik zu adressieren, insbesondere die Rolle des Beobachters bei Messungen. Diese Forschung, die sich über den Zeitraum von 2024 bis 2025 erstreckt, versucht, den Beobachter aus der fundamentalen Quantengleichung zu eliminieren, indem sie die Realität auf einer Neuordnung kausaler Beziehungen aufbaut.

Im Zentrum der Debatte steht der sogenannte "Wellenfunktionskollaps" der Kopenhagener Deutung, der bei Beobachtung stattfindet und Fragen zur Trennlinie zwischen Beobachter und Beobachtetem aufwirft. Diese theoretische Neuausrichtung ist eng mit der Suche nach einer Quantengravitation im Jahr 2025 verbunden, da eine einheitliche Beschreibung der Natur kausale Konsistenz erfordert. Zu den federführenden Wissenschaftlern dieser Entwicklung zählen Dr. Nick Ormrod, Postdoktorand am Perimeter Institute for Theoretical Physics in Waterloo, Kanada, und Professor Jonathan Barrett von der University of Oxford. Ihre Arbeit baut auf Diskussionen auf, die bereits 2023 begannen, und sieht einer Präsentation im Oktober 2025 entgegen, wenn Dr. Ormrod auf der Hundertjahrfeier der Quantenmechanik am Perimeter Institute referieren soll.

Yasaman Yazdi trägt ebenfalls zur Diskussion bei, indem sie grundlegende Fragen innerhalb der Kausalmengen-Theorie auf der Konferenz "Quantum Gravity 2025" thematisiert. Die vorgeschlagene kausale Struktur integriert Konzepte aus der Konsistenten-Historien-Interpretation und der Relationalen Quantenmechanik, wobei sie manchmal auch als "Quantum Balancing Theory" bezeichnet wird. Ormrod und Barrett postulieren, dass die Realität primär aus einem Netzwerk fundamentaler kausaler Beziehungen entsteht, in dem Determinismus durch die Struktur der Interaktionen wirkt. Dies steht im Gegensatz zu Interpretationen, die den Messakt als primären Realitätsstifter ansehen.

Die Relevanz dieser Forschung liegt in ihrem Potenzial, die philosophische Kluft in der Quantenmechanik zu schließen, einem Grundpfeiler der modernen Wissenschaft. Der kausale Rahmen bietet eine mathematische Struktur zur Interpretation bekannter Quantenphänomene, einschließlich der Erklärung konsistenter Verlaufsreihen ohne den Kollapsmechanismus. Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes ist die Bereitstellung einer kontextabhängigen Auflösung für Paradoxien wie Wigners Freund, bei der Fakten relativ zu spezifischen kausalen Netzwerken stehen.

Kritiker merken an, dass die Ersetzung des Begriffs "Beobachtung" durch "kausale Blasen" lediglich eine semantische Verschiebung darstellen könnte. Die größte Herausforderung des Ansatzes ist derzeit das Fehlen neuartiger, experimentell überprüfbarer Vorhersagen, die ihn eindeutig von etablierten Interpretationen wie der Viele-Welten-Interpretation unterscheiden. Der Erfolg dieses theoretischen Gebildes hängt daher von zukünftigen Experimenten ab, die seine spezifischen Prognosen von denen bestehender Modelle abgrenzen können.

Quellen

  • iXBT.com

  • Tom's Hardware

  • A totally new way to solve quantum weirdness? - YouTube

  • The Causal Set Approach to Quantum Gravity - Imperial College London

  • What you need to know about the Quantum revolution in 2025 | Star Party - YouTube

  • Causal structure in the presence of sectorial constraints, with application to the quantum switch

  • A totally new way to solve quantum weirdness? - YouTube

  • Quantum Influences and Event Relativity - Emergent Mind

  • Nick Ormrod - University of Oxford Department of Computer Science

  • 100 Years of Quantum: Perspectives on its Past, Present, and Future

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