Wow!-Signal neu analysiert: Stärkere Intensität und präzisere Lokalisierung deuten auf astrophysikalische Ursache hin

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Eine neue Analyse des berühmten "Wow!"-Signals, das 1977 vom Big-Ear-Radioteleskop aufgefangen wurde, hat zu verfeinerten Parametern geführt, die eine natürliche astrophysikalische Erklärung wahrscheinlicher machen. Die im August 2025 veröffentlichte Studie digitalisierte alte analoge Aufzeichnungen und nutzte fortschrittliche computergestützte Methoden, um das Signal genauer zu untersuchen.

Die Neuberechnung ergab eine Frequenz von 1420,726 MHz, was auf eine höhere Radialgeschwindigkeit der Signalquelle hindeutet. Die Spitzenflussdichte wurde auf über 250 Jansky geschätzt, ein Wert, der bis zu viermal stärker ist als frühere Schätzungen von 54 bis 212 Jansky. Darüber hinaus konnte der Ursprung des Signals am Himmel um zwei Drittel eingegrenzt werden, was die Gewissheit über seine Position erhöht. Störungen durch terrestrische Quellen und Mondreflexionen konnten als Ursachen ausgeschlossen werden, was die Wahrscheinlichkeit einer astrophysikalischen Herkunft stärkt.

Forscher vermuten, dass das Signal von kalten Wasserstoffgaswolken stammen könnte, die sogenannte "Maser"-Signale aussenden. Diese natürlichen Verstärker von Mikrowellenstrahlung, die in dichten interstellaren Wasserstoffregionen vorkommen, sind für ihre schmalbandigen Emissionen bekannt. Die Hypothese, dass das Signal durch eine plötzliche Aufhellung der Wasserstofflinie in interstellaren Wolken ausgelöst wurde, möglicherweise durch eine starke, kurzzeitige Strahlungsquelle wie einen Magnetar-Flare oder einen Soft Gamma Repeater (SGR), gewinnt an Bedeutung.

Das "Wow!"-Signal wurde am 15. August 1977 vom Big-Ear-Radioteleskop der Ohio State University im Rahmen des SETI-Projekts entdeckt. Der Astronom Jerry Ehman bemerkte die Anomalie wenige Tage später auf einem Ausdruck und notierte "Wow!". Obwohl das Signal nie wieder empfangen wurde, präzisiert die neue Analyse, die auf unveröffentlichten Beobachtungen und modernen Analysetechniken basiert, die Eigenschaften des Signals und lenkt die zukünftige Suche auf natürliche Vorkommnisse in dichten interstellaren Wasserstoffregionen.

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Quellen

  • NDTV Gadgets 360

  • Arecibo Wow! II: Revised Properties of the Wow! Signal from Archival Ohio SETI Data

  • The 'Wow!' signal gets an update: It was even stronger than we thought

  • The Wow! Signal: New analysis closes in on mysterious source

  • New Analysis of 1977 Wow! Signal Reveals Stronger Cosmic Mystery

  • The historic ‘Wow!’ signal may finally have a source. Sorry, it's not aliens

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