Dubai führt KI-gestützte Futterstationen zur nachhaltigen Verwaltung von Streunertieren ein

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die Stadt Dubai hat Anfang März 2026 mit der Einführung der sogenannten „Ehsan Stations“ ein neues Projekt zur nachhaltigen Versorgung von Streunertieren begonnen. Diese Initiative, die als erste ihrer Art in der Region gilt, wird von der zuständigen Dubai Municipality koordiniert und zielt darauf ab, den Tierschutz zu steigern und die ökologische Verantwortung im Emirat zu fördern. Die Pilotphase ist entscheidend, um der Stadtverwaltung Erkenntnisse für die weitere Optimierung des Systems zu liefern, wie Dr. Naseem Mohammed Rafee, amtierender CEO der Agentur für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit der Dubai Municipality, bestätigte.

Im Rahmen dieser Pilotphase sollen insgesamt zwölf dieser intelligenten Kioske installiert werden. Zehn Einheiten sind strategisch in öffentlichen Parkanlagen vorgesehen, während zwei weitere Stationen in Einrichtungen platziert werden, die von Dubai Holding betrieben werden. Die Kernfunktionalität der „Ehsan Stations“ basiert auf einem KI-gestützten System, das ankommende Streuner identifiziert, präzise abgemessene Futterrationen ausgibt und gleichzeitig Daten sammelt. Dies dient dazu, die unkontrollierte Fütterung in der Öffentlichkeit einzudämmen und die Verwaltung der Streunerpopulationen zu professionalisieren, während die öffentliche Gesundheit und das ökologische Gleichgewicht geschützt werden sollen.

Die Einführung der „Ehsan Stations“ ergänzt umfassendere Bemühungen der Dubai Municipality zur Kultivierung von Mitgefühl. Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür ist das Projekt „Fountains of Mercy“, das die Installation von insgesamt 50 Brunnen zur Versorgung von Vögeln und Wildtieren vorsieht, aufgeteilt in 25 Einheiten für städtische Gebiete und 25 für Wüstengebiete. Diese Maßnahmen unterstreichen das Engagement der Stadt für nachhaltige Praktiken und die Verwendung hochwertiger, wartungsarmer Materialien für langfristige ökologische Nachhaltigkeit.

Ergänzend zu dieser technologischen Lösung verfolgt die Stadt weiterhin einen wissenschaftlichen und humanitären Ansatz im Umgang mit frei lebenden Tieren. Die Municipality betreibt ein temporäres Tierheim für gesammelte Streuner und setzt konsequent auf etablierte Programme wie Trap-Neuter-Return (TNR) und in bestimmten Fällen Trap-Neuter-Vaccinate-Return (TNVR). Diese Verfahren beinhalten das Einfangen, die Sterilisation und Impfung der Tiere, gefolgt von deren Rückführung an den ursprünglichen Standort, sofern keine Gefahr für die Gemeinschaft besteht. Die TNR-Methode stabilisiert das Wachstum von Katzenpopulationen und reduziert die Krankheitsausbreitung, wobei eine Ohrenmarkierung (Ear-tipping) zur Kennzeichnung bereits behandelter Tiere dient.

Die Stadtverwaltung appelliert an die Bürgerschaft, eine verantwortungsvolle Tierhaltung zu praktizieren und Bedenken im Zusammenhang mit Streunern über die zentrale Hotline 800900 zu melden. Gerettete Tiere, die nicht zurückkehren können, werden über die offizielle Website der Dubai Municipality zur Adoption angeboten. Diese umfassenden Maßnahmen positionieren Dubai als eine Metropole, die technologische Innovationen nutzt, um soziale und ökologische Herausforderungen mit Menschlichkeit zu begegnen.

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Quellen

  • Dubai Eye 103.8

  • ARN News Centre

  • Dubai Municipality

  • Gulf News

  • Government of Dubai Media Office

  • City 1016

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