Ethereum erreicht Rekord-Transaktionsvolumen: Niedrige Gebühren treiben Netzwerk-Wachstum nach Upgrades voran

Bearbeitet von: Yuliya Shumai

In der Mitte des Januars 2026 verzeichnete das Ethereum-Netzwerk einen beispiellosen Anstieg seiner operativen Kapazität. Die Blockchain erreichte ein absolutes Allzeithoch beim Transaktionsvolumen, während die durchschnittlichen Gebühren für die Nutzer auf einem historisch niedrigen Niveau verblieben. Ein markanter Höhepunkt dieser Aktivität wurde am Freitag, den 16. Januar 2026, dokumentiert, als das Netzwerk insgesamt 2.885.524 Transaktionen an einem einzigen Tag verarbeitete. Dies stellt den höchsten jemals gemessenen Tageswert in der Geschichte von Ethereum dar und markiert eine deutliche Erholung von der Wachstumsverlangsamung, die seit Mitte 2025 zu beobachten war. Der gleitende Sieben-Tage-Durchschnitt der Transaktionen stabilisierte sich bei nahezu 2,5 Millionen, was fast einer Verdopplung der Werte aus dem Vorjahr entspricht.

Dieser bemerkenswerte Erfolg in der Skalierung ist das direkte Resultat kontinuierlicher technischer Verfeinerungen. Insbesondere der Hardfork „Blob Parameters Only“ spielte hierbei eine zentrale Rolle, da er die im Dezember 2025 mit der Aktivierung von Fusaka begonnene Upgrade-Phase erfolgreich abschloss. Durch das Fusaka-Update wurde das Peer Data Availability Sampling (PeerDAS) eingeführt, während der darauffolgende Fork die maximale Anzahl an BLOB-Objekten pro Block auf 21 erhöhte. Diese Maßnahmen führten zu einer drastischen Reduzierung der Datenkosten für Layer-2-Rollups. Infolgedessen hielten sich die durchschnittlichen Gaskosten im Mainnet bei etwa 0,15 US-Dollar, während die Kosten für Token-Swaps lediglich zwischen 0,03 und 0,04 US-Dollar lagen – einer der niedrigsten Kostenpunkte in der modernen Ära des Netzwerks.

Ein wesentlicher Motor für diesen Aktivitätsschub war der Bereich der Stablecoins. Laut Daten der Standard Chartered Bank entfielen im Jahr 2026 zwischen 35 % und 40 % aller Ethereum-Transaktionen auf diese Anlageklasse. Geoffrey Kendrick, der globale Leiter der Abteilung für Digital Asset Research bei Standard Chartered, bezeichnete das Jahr 2026 als das „Jahr von Ethereum“. Er prognostizierte, dass die Plattform den Bitcoin aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung in den Sektoren dezentrale Finanzen (DeFi), Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) und Stablecoins übertreffen werde. Das Bankinstitut geht zudem davon aus, dass das ETH/BTC-Verhältnis allmählich wieder das Hoch aus dem Jahr 2021 von 0,08 erreichen wird.

Parallel zum Anstieg der Transaktionszahlen festigte sich das Vertrauen der Validatoren in die Stabilität und Zukunft des Netzwerks. Die Menge an ETH, die im Staking-Prozess gebunden ist, erreichte ein Volumen von rund 36 Millionen Coins, was etwa 30 % des gesamten Marktangebots entspricht. Besonders bemerkenswert ist die Warteschlange für neue Validatoren, die auf über 2,5 Millionen Coins anwuchs – der höchste Stand seit August 2023. Im Gegensatz dazu sank die Warteschlange für austretende Validatoren auf null, was ein klares Signal für die langfristige Bindung und das Engagement der Netzwerkteilnehmer darstellt.

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, skizzierte für das Jahr 2026 eine strategische Neuausrichtung der Community. Er betonte die Notwendigkeit, jene Kompromisse rückgängig zu machen, die ursprünglich zugunsten einer schnellen Massenadaption eingegangen wurden. Der Fokus verschiebt sich nun verstärkt auf die Wiederherstellung der Nutzersouveränität, Dezentralisierung und den Schutz der Privatsphäre. Dies umfasst die Implementierung von Werkzeugen wie Social-Recovery-Wallets und Timelock-Mechanismen sowie die Vereinfachung des Betriebs lokaler Nodes durch Technologien wie ZK-EVM und BAL. Diese Phase hoher Durchsatzraten bei gleichzeitig minimalen Kosten bestätigt die erfolgreiche Skalierung der Ethereum-Infrastruktur unter Spitzenlast und positioniert das Layer-1-Netzwerk als globale Abrechnungsebene.

7 Ansichten

Quellen

  • ForkLog

  • Blockchair

  • X (formerly Twitter)

  • Phemex News

  • ForkLog

  • bloomingbit

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