Nvidia lizenziert Groq LPU-Technologie in einem milliardenschweren Abkommen

Bearbeitet von: Aleksandr Lytviak

Der Chiphersteller Nvidia hat im Dezember 2025 eine weitreichende Lizenzvereinbarung mit dem auf KI spezialisierten Startup Groq abgeschlossen. Die Transaktion, die Berichten zufolge ein Volumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar umfasst, beinhaltet explizit die Akquisition von Schlüsselpersonal, eine sogenannte „Acqui-Hire“, zu der auch Groqs Gründer Jonathan Ross zählt. Ross ist bekannt für seine maßgebliche Beteiligung an der Entwicklung des Tensor Processing Unit (TPU) bei Google, was seine Expertise im Bereich der KI-Hardware unterstreicht.

Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, Nvidias technologische Basis für die nächste Ära der KI-Anwendungen zu festigen, insbesondere im Hinblick auf den Markt für die Echtzeit-Anwendung trainierter Modelle, bekannt als Inferenz. Groq hat sich auf schnelle und kosteneffiziente Lösungen für die KI-Inferenz spezialisiert, was eine Verschiebung der Kapitalausgaben großer Unternehmen hin zur Endnutzer-Bedienung widerspiegelt. Die Architektur des Unternehmens basiert auf der Language Processing Unit (LPU), die einen fundamentalen Bruch mit der traditionellen GPU-Bauweise darstellt, da sie die Abhängigkeit von High Bandwidth Memory (HBM) vermeidet.

Die LPU von Groq nutzt stattdessen großflächig On-Chip-SRAM (Static Random Access Memory). Dies führt zu einer deterministischen Ausführung und einer signifikanten Reduzierung der Latenz, da die Daten das Chip-Substrat nicht verlassen müssen. Die Integration dieser Technologie soll Nvidia ermöglichen, die Latenzengpässe zu beseitigen, die bei der Token-Generierung großer Sprachmodelle (LLMs) auf herkömmlichen GPUs auftreten. Die strategische Bedeutung des Deals liegt auch in der Neutralisierung einer potenziellen Bedrohung für Nvidias Marktstellung, da Ross als einer der führenden Architekten der TPU-Entwicklung galt.

Die Struktur des 20-Milliarden-Dollar-Abkommens ist unkonventionell, da es sich primär um die Lizenzierung des geistigen Eigentums und die Übernahme von Ingenieuren handelt, während die GroqCloud-Sparte unter der Leitung des CFO Simon Edwards als unabhängiges Unternehmen fortbesteht. Nvidias CEO Jensen Huang begründete die Maßnahme intern mit der Erweiterung der „AI Factory“-Architektur, um ein breiteres Spektrum an Echtzeit-Workloads abzudecken. Es wird erwartet, dass Nvidia auf der GPU Technology Conference (GTC) 2026 in San Jose, die vom 16. bis 19. März stattfindet, ein neues Produkt vorstellen wird, das die LPU-Technologie von Groq nutzt.

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Quellen

  • Republic World

  • Seoul Economic Daily

  • InsiderFinance

  • Alpha Spread

  • The Times of India

  • BNN Bloomberg

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