Inklusion im Eiskunstlauf: SCCO-Team 'Extraordin'ice' fördert Autonomie bis 2026

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Progressive Bildungsansätze manifestieren sich zunehmend in Initiativen, die traditionell exklusive Sportarten für breitere Bevölkerungsgruppen zugänglich machen. Dies zeigt sich exemplarisch im synchronisierten Eiskunstlauf für Kinder mit motorischen Beeinträchtigungen. Der Skating Club Compiègne Oise (SCCO) in Frankreich, der sich seit über fünf Jahren für diese Inklusion einsetzt, hat in Kooperation mit APF France Handicap das Team 'Extraordin'ice' ins Leben gerufen, dessen Engagement bis in das Jahr 2026 reicht.

Diese spezialisierte Formation, die als Handisport-Mannschaft geführt wird, umfasst aktuell junge Athleten wie Églantine, Ylan und Adébowalé, die wöchentlich unter angepassten Trainingsmethoden üben. Die ursprüngliche Konzeption des Projekts wurde maßgeblich von Hélène Sonntag, einer Ergotherapeutin, vorangetrieben. Der Fokus verlagerte sich von der reinen Zugänglichkeit sukzessive hin zur Förderung der Selbstständigkeit der Teilnehmer. Die Fortschritte der jungen Läufer sind bemerkenswert, da sie technische Hürden meistern, wie beispielsweise das eigenständige Schnüren ihrer Schlittschuhe, was einen signifikanten Zugewinn an Selbstgenügsamkeit darstellt.

Das Training wird mittlerweile von Vereinsläufern wie Vincent Gironde geleitet, die die ursprüngliche Zielsetzung der SCCO-Pädagogen fortführen: die vollständige Autonomie des Clubs bei der Betreuung dieser Sportler zu gewährleisten. Die physischen Verbesserungen der Gruppe sind offensichtlich, was sich in einer gesteigerten motorischen Koordination und Kraft äußert, flankiert von einem deutlichen Anstieg des Selbstvertrauens, wie es bei der zwölfjährigen Valentine beobachtet wird. Ein wesentlicher Meilenstein ist die vollständige Integration der Gruppe, die von isolierten Übungseinheiten zu gemeinsamen Trainingseinheiten direkt mit den anderen Mitgliedern des SCCO übergegangen ist.

Der SCCO, der auch andere synchrone Eiskunstlaufteams wie die Ice Angels, Magic Crystals und Black Diam's betreut, bietet mit 'Extraordin'ice' eine wichtige Säule seiner diversifizierten Sportangebote. Das ambitionierte Programm des 'Extraordin'ice'-Teams für das Jahr 2026 sieht die Teilnahme an Galas und Wettbewerben dreimal jährlich vor, was den Mitgliedern die Möglichkeit gibt, anspruchsvolle Elemente vorzuführen. Diese Einbindung in den regulären Wettkampfbetrieb unterstreicht den Erfolg der Inklusionsbemühungen.

Die Fédération Française des Sports de Glace (FFSG) bekräftigt mit solchen Projekten ihren Willen, Barrieren im Eissport abzubauen und vielfältige, anspruchsvolle und zugleich freudvolle Sportangebote zu schaffen. Die Entwicklung der Inklusion im französischen Sport zeigt, dass gleichberechtigte Teilhabe eine fortlaufende Herausforderung bleibt, was die Arbeit des SCCO umso relevanter macht. Die kontinuierliche Arbeit des SCCO mit APF France Handicap stellt somit ein Beispiel für die praktische Umsetzung progressiver sozialer Pädagogik im Sport dar.

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Quellen

  • France 3 Grand Est

  • ExtraOrdin'ice - Skating Club Compiègne Oise (SCCO)

  • Les Extraordin'Ice de Compiègne : quand le patinage artistique synchronisé devient un sport pour tous - FFSG

  • MARJORIE GIANNONE – Masseur-Kinésithérapeute | Compiègne - MaQuestionMedicale

  • Accueil - Skating Club Compiègne Oise

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