El Salvador führt Grok von xAI als erstes nationales KI-Bildungsprogramm ein
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die Republik El Salvador hat eine weitreichende technologische Integration im Bildungssektor eingeleitet. Präsident Nayib Bukele besiegelte am 11. Dezember 2025 eine formelle Kooperation mit Elon Musks Unternehmen xAI zur Implementierung des Grok-Chatbots in staatlichen Schulen. Diese Vereinbarung etabliert das Land als erste Nation, die ein landesweites Bildungsprogramm vollständig auf Basis fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz aufbaut.
Die auf zwei Jahre angelegte Initiative, die den Zeitraum von 2025 bis einschließlich 2027 umfasst, soll über 5.000 öffentliche Bildungseinrichtungen erreichen und somit mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler in städtischen sowie ländlichen Gebieten betreffen. xAI plant die Bereitstellung eines adaptiven Nachhilfesystems, das präzise auf den nationalen Lehrplan abgestimmt ist. Dieses System soll den Lernprozess durch dynamische Anpassung an das individuelle Tempo, die Präferenzen und den aktuellen Beherrschungsgrad jedes Lernenden personalisieren.
Die Regierung El Salvadors betont, dass die KI als kollaborativer Assistent für Lehrkräfte fungieren und keinesfalls menschliche Pädagogen ersetzen soll. Die Technologie soll konkret den administrativen Aufwand für das Lehrpersonal minimieren und die Effizienz bei der Unterrichtsplanung sowie der systematischen Erfassung des akademischen Fortschritts steigern. Dieses Projekt positioniert El Salvador als primäres „Sandbox“-Umfeld für die Erprobung und Etablierung von Rahmenwerken für den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Bildungswesen.
Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Bildungsleistungen El Salvadors bei internationalen PISA-Bewertungen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften im Jahr 2022 deutlich unter den OECD-Durchschnitten lagen. Präsident Bukele, der bereits 2021 Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel etablierte, sieht in dieser Partnerschaft einen strategischen Schritt zur Überwindung technologischer Lücken. Die Schüler werden nicht direkt mit der Grok-Oberfläche interagieren, sondern eine speziell entwickelte Bildungssoftware nutzen, die einen Tutor bereitstellt, der sich an Rhythmus und Fähigkeiten anpasst.
Die Entscheidung für Grok, das in der Vergangenheit mit kontroversen Äußerungen in Verbindung gebracht wurde und gegen das Frankreich im November 2025 eine strafrechtliche Untersuchung einleitete, zieht internationale Beobachtung nach sich. Kritiker verweisen auf potenzielle Risiken wie Datenlecks, ähnlich wie bei früheren KI-Partnerschaften in anderen Ländern. Die Regierung beabsichtigt jedoch, durch diese Kooperation neue Datensätze und Methodologien zu generieren, um globale Richtlinien für die KI-Adoption im Klassenzimmer zu prägen und eine Vorreiterrolle einzunehmen.
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Quellen
Genbeta
Milenio
Noticias Prensa Latina
Infobae
El Imparcial
Noticias de El Salvador
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