US-Solarenergie bricht im November 2025 Rekorde und überholt Windkraft bei der installierten Kapazität

Bearbeitet von: Svetlana Velgush

Im November 2025 erlebte die Solarstromerzeugung in den Vereinigten Staaten einen beispiellosen Aufschwung. Laut dem im Januar 2026 veröffentlichten Bericht „Electric Power Monthly“ der US Energy Information Administration (EIA) hat die Solarenergie ihre Position als am schnellsten wachsende Stromquelle des Landes massiv gefestigt. Dieser Trend unterstreicht den tiefgreifenden Wandel im amerikanischen Energiemix, bei dem die Sonne eine immer zentralere Rolle einnimmt und fossile Brennstoffe zunehmend verdrängt.

Die detaillierten Analysen der EIA, die den Zeitraum bis Ende November 2025 abdecken, verdeutlichen das Ausmaß dieser Entwicklung auf beeindruckende Weise. Die Erzeugung aus großen Solarkraftwerken, sogenannten Utility-Scale-Anlagen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 34 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten kleinere Systeme, wie etwa Photovoltaikanlagen auf Hausdächern, ein solides Plus von 11 Prozent. Insgesamt steuerte die Solarenergie im November 2025 rund 7,2 Prozent zur gesamten US-Stromproduktion bei – eine deutliche Steigerung gegenüber den 5,9 Prozent aus dem November 2024. Betrachtet man das gesamte Jahr von Januar bis November 2025, kletterte die gesamte Solarstromerzeugung um mehr als 28 Prozent und erreichte damit fast 9 Prozent des nationalen Stromaufkommens, verglichen mit etwas mehr als 7 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Ein historischer struktureller Wendepunkt wurde Ende 2025 erreicht, wie aus den Daten der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) hervorgeht. Erstmals übertraf die installierte Kapazität von großen Solaranlagen die der Windkraftanlagen im Land. Zwischen Januar und November 2025 wurden über 22 GW an neuen Kapazitäten im Bereich der Großanlagen sowie weitere 5,5 GW durch kleine dezentrale Systeme hinzugefügt. Parallel dazu boomte der Sektor der Batteriespeichersysteme, der um mehr als 13 GW anwuchs, was einer Kapazitätserweiterung von nahezu 50 Prozent entspricht und die Netzstabilität massiv unterstützt.

Obwohl die Solarenergie beim Kapazitätszuwachs die unangefochtene Führung übernahm, blieb die Windkraft im Zeitraum von Januar bis November 2025 mit einem Anteil von über 10 Prozent an der Gesamtstromerzeugung der wichtigste regenerative Energieträger. Dennoch markierten Wind- und Solarenergie zusammen einen bedeutenden Meilenstein: Sie lieferten fast ein Fünftel des gesamten US-Stroms und überholten damit in der Summe sowohl die Kohle- als auch die Kernkraft. Insgesamt trugen erneuerbare Energien fast 26 Prozent zur Stromversorgung bei und lagen damit nur noch hinter Erdgas, dessen Erzeugung jedoch um fast 4 Prozent zurückging.

Ken Bossong, der Exekutivdirektor der SUN DAY Campaign, betonte, dass die kontinuierliche Expansion der erneuerbaren Energien deren Bedeutung als tragende Säule des US-Energiesektors untermauert. Die FERC-Daten belegen, dass die Solarenergie in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 für 72 Prozent aller neuen Erzeugungskapazitäten in den USA verantwortlich war. Für die Zukunft sind die Prognosen der EIA ebenso optimistisch: Bis 2027 soll der Anteil der Solarenergie an der Stromerzeugung die 10-Prozent-Marke erreichen. Zudem wird erwartet, dass nahezu alle für das Jahr 2026 geplanten neuen Kapazitäten auf erneuerbare Quellen und modernste Speichersysteme entfallen werden, was den Abschied von fossilen Energieträgern weiter beschleunigt.

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Quellen

  • SolarQuarter

  • SolarQuarter

  • Peak Oil Barrel

  • U.S. Energy Information Administration (EIA)

  • U.S. Energy Information Administration (EIA)

  • SUN DAY Alert

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