Die UBS hat am 4. Februar 2026 ihre Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Dies entspricht einem Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft die Erwartungen der Analysten. Der Erfolg ist eng mit der fortlaufenden Integration der Credit Suisse verbunden, deren Abschluss Konzernchef Sergio Ermotti für Ende 2026 anpeilt.
Die operative Leistung des Konzerns zeigte sich in einem Gewinn vor Steuern (PBT) von 8,853 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte PBT stieg um 33 Prozent auf 11,729 Milliarden US-Dollar, während das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) um 55 Prozent auf 2,36 US-Dollar zulegte. Die verwalteten Vermögenswerte der Bank überschritten auf Konzernebene erstmals die Marke von 7 Billionen US-Dollar. Während die Bank neue Kundengelder aus Asien, dem Nahen Osten und der Schweiz verbuchen konnte, verzeichnete der US-Markt Abflüsse, die auf den Weggang von Finanzberatern zurückgeführt wurden.
Die Synergien aus der Credit Suisse Integration schreiten planmäßig voran. Bis Ende 2025 wurden bereits 10 Milliarden US-Dollar der angestrebten 13 Milliarden US-Dollar an Kostensynergien realisiert, was 77 Prozent des Ziels entspricht. Die Migration der Vermögensverwaltungskunden in Schlüsselzentren wie Hongkong, Singapur, Japan und Luxemburg ist bereits abgeschlossen; die vollständige Migration aller Kunden auf die UBS-Plattformen soll bis Ende März 2026 vollzogen sein.
In Bezug auf die Aktionärsrendite erhöhte die UBS die ordentliche Dividende pro Aktie für 2025 um 22 Prozent und plant Aktienrückkäufe in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar für 2026. Diese Kapitalausschüttungen stehen jedoch im Kontext einer laufenden regulatorischen Debatte in der Schweiz. Der Bundesrat hatte ursprünglich eine Verschärfung der Eigenmittelvorschriften vorgeschlagen, die potenziell erhebliche zusätzliche Kapitalanforderungen nach sich gezogen hätte. Parlamentarische Initiativen zielen nun darauf ab, den zusätzlichen Kapitalbedarf auf 10 bis 15 Milliarden Dollar zu reduzieren, was von der UBS als notwendig erachtet wird, um internationale Standards zu wahren.
Die Bank bekräftigte ihre mittelfristigen Ziele für 2028, darunter eine angestrebte Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von 18 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Quote von 67 Prozent. Diese Ziele sind an eine verhältnismäßige regulatorische Lösung geknüpft. Unabhängig davon bleibt die Schweiz laut dem Global Wealth Report der UBS vom Juni 2025 das reichste Land der Welt pro Kopf, mit einem durchschnittlichen Vermögen von rund 687.000 US-Dollar pro erwachsener Person im Jahr 2024.