Dreiseitige Friedensgespräche zwischen Ukraine, Russland und den USA auf den 4. und 5. Februar in Abu Dhabi verschoben

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Die diplomatischen Bemühungen zur Beilegung des langwierigen Konflikts in der Ukraine treten in eine neue Phase ein: Die offiziellen trilateralen Verhandlungen unter Beteiligung von Kiew, Moskau und Washington wurden auf den 4. und 5. Februar 2026 verschoben. Diese Nachricht gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 1. Februar über die Plattform X bekannt. Ursprünglich war erwartet worden, dass das Treffen bereits am 1. Februar stattfindet. Die kurzfristige Terminänderung deutet auf notwendige logistische Anpassungen oder die Erfordernis einer intensiveren Vorbereitung nach den vorangegangenen Kontaktrunden hin.

Als Austragungsort für diese entscheidenden Konsultationen wurde erneut Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgewählt. In der Wüstenmetropole fand bereits am 23. und 24. Januar 2026 die erste Runde direkter Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der Vereinigten Staaten statt. Präsident Selenskyj bekräftigte die Entschlossenheit der ukrainischen Seite zu einem „substanziellen Dialog“ und betonte das Ziel, ein Ergebnis zu erzielen, das die Parteien einem „echten und würdigen Ende des Krieges“ näherbringt. Igor Kostjukow, der Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte und Chef der russischen Delegation, bezeichnete die Januargespräche am 29. Januar 2026 als „konstruktiv“ und hob die sachliche Atmosphäre für alle Beteiligten hervor.

Trotz dieser vorsichtig positiven Einschätzungen bleibt die territoriale Frage, insbesondere in Bezug auf den Donbass, das komplizierteste Hindernis, das eine umfassende Einigung im Januar verhinderte. Parallel zur Vorbereitung des Gipfels im Februar blieben die diplomatischen Kanäle zwischen Moskau und Washington jedoch hochaktiv. Am Samstag, den 31. Januar 2026, fand in Florida ein bilaterales Treffen zwischen dem Sondergesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und dem russischen Sonderbeauftragten Kirill Dmitrijew statt, der den Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) leitet. Witkoff nannte diesen Dialog „produktiv und konstruktiv“ und unterstrich Russlands Bereitschaft, an der Sicherung des Friedens zu arbeiten. Zur hochrangigen US-Delegation in Florida gehörten zudem Finanzminister Scott Bessent, der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, sowie der Berater des Weißen Hauses, Josh Gruenbaum.

Der Gipfel in Abu Dhabi, der seinen Ursprung in den Gesprächen vom 23. Januar hat, ist Teil eines umfassenderen Friedensplans, der maßgeblich von den Vereinigten Staaten vorangetrieben wird. Diskutiert wurden kritische Aspekte wie Grenzverläufe, die Schaffung von Pufferzonen entlang der Kontaktlinie, Mechanismen zur Überwachung des Waffenstillstands sowie europäische Sicherheitsgarantien. Ein weiterer wichtiger Verhandlungspunkt war ein mögliches Energie-Abkommen, das die Einstellung von Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Austausch für den Verzicht auf Schläge gegen russische Öltanker und Raffinerien vorsieht. Vor dem Hintergrund dieser diplomatischen Manöver warnte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) eindringlich davor, dass der anhaltende Konflikt die größte globale Bedrohung für die nukleare Sicherheit darstellt.

Der seit Februar 2022 andauernde Krieg bleibt das zentrale Thema der internationalen Agenda mit dem Ziel einer dauerhaften Deeskalation. Das Fehlen eines Durchbruchs in territorialen Fragen, wie der russische Vertreter Juri Uschakow anmerkte, sorgt weiterhin für erhebliche Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor optimistisch geäußert, dass man einem Friedensabkommen sehr nahe sei, doch sein Vertreter Witkoff stellte klar, dass jede Vereinbarung lediglich ein „erster Schritt“ zu einem langfristigen Frieden sein werde. Die Verschiebung der Termine vom 1. Februar auf den 4. und 5. Februar könnte laut Insiderquellen auch mit den verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran Ende Januar zusammenhängen. Trotz aller Hürden bleibt der diplomatische Weg der einzige Pfad, der zu einem tatsächlichen Ende der Kampfhandlungen führen kann.

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Quellen

  • Deutsche Welle

  • Deutsche Welle

  • Deutsche Welle

  • RTVE.es

  • LaSexta.com

  • Daily Finland

  • Cadena SER

  • Общественная служба новостей (ОСН)

  • Meduza

  • Интересная Россия

  • NV

  • Блокнот

  • LB.ua

  • РБК-Україна

  • Forbes.ua

  • Інше ТВ

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