
Charta für Straßenverkehrssicherheit — ein entscheidender Durchbruch für Afrika
Autor: Tatyana Hurynovich

Eine langfristige Kampagne zur Senkung der Unfallzahlen auf afrikanischen Straßen hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Der Kontinent hat seine erste Charta für Verkehrssicherheit ratifiziert.
Afrika ist führend bei der Sterblichkeitsrate im Straßenverkehr — hier werden mehr Opfer verzeichnet als in jeder anderen Region der Welt. Die neue Charta setzt sich zum Ziel, die Zahl der Todesopfer und schweren Verletzungen bis 2030 zu halbieren.
Das Dokument verpflichtet die Länder, nationale Sicherheitsbehörden einzurichten, in eine zuverlässige Infrastruktur zu investieren und wirksame Gesetze einzuführen — wie etwa die Gurtpflicht, die ihren Wert in anderen Teilen der Welt bereits unter Beweis gestellt hat.
Die Charta wurde von den Führern der afrikanischen Staaten bereits im Jahr 2016 gebilligt, doch für das Inkrafttreten war die Zustimmung von 15 Ländern erforderlich. Diese Hürde wurde dank Mosambik genommen, das als letztes Land ratifizierte.
Die WHO begrüßte das Ereignis als „historischen Moment für Afrika“. Dr. Nhan Tran, Leiter der Abteilung für Verletzungsprävention, merkte an: „Dies ist genau die Art von systematischer, rechtlich bindender Intervention, die dazu beitragen kann, den Anstieg der Todesfälle im Straßenverkehr zu stoppen. Basierend auf bewährten Lösungen ist sie eine klare Bestätigung für die Notwendigkeit dringender Maßnahmen.“
8 Ansichten
Lesen Sie mehr Artikel zu diesem Thema:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.



