Apple forciert die Entwicklung einer neuen Generation des iMac, die eine signifikante technologische Umstellung von der aktuellen LCD-Technologie auf OLED-Panels vorsieht. Diese strategische Neuausrichtung im Desktop-Segment wird durch die formelle Anforderung von 24-Zoll-OLED-Panelmustern bei etablierten Zulieferern untermauert. Die von Apple formulierten Spezifikationen für diese zukünftigen Displays sehen eine Pixeldichte von etwa 218 PPI vor, was der aktuellen 4,5K-Auflösung entspricht, jedoch mit einer angestrebten Spitzenhelligkeit von 600 Nits, was eine Steigerung gegenüber den derzeitigen 500 Nits des LCD-Modells darstellt.
Die Komplexität der Fertigung eines 24-Zoll-OLED-Displays für den Desktop-Markt rechtfertigt den ausgedehnten Entwicklungszyklus, der die Markteinführung des OLED-iMacs auf die Jahre 2029 bis 2030 datiert. Die Hauptakteure in dieser technologischen Evolution sind die südkoreanischen Display-Hersteller Samsung Display und LG Display, die mit der Bereitstellung von Mustern beauftragt wurden. Samsung Display plant, Muster mit einer Pixeldichte von rund 220 PPI in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu liefern, wobei die fünfschichtige QD-OLED-Plattform des Unternehmens zum Einsatz kommen soll. Diese Technologie, die eine zusätzliche grüne Schicht zur Steigerung der Helligkeit nutzt, stellt einen Fortschritt dar, da Samsungs aktuelle QD-OLED-Monitore lediglich 160 PPI erreichen.
LG Display wird voraussichtlich 2027 Muster liefern, basierend auf der Weiterentwicklung der Fünf-Schicht-W-OLED-Struktur, die sich von Samsungs QD-OLED unterscheidet und Farbfilter anstelle von Quantenpunkten verwendet. Darüber hinaus entwickelt LG Display die „eLEAP“-Technologie, intern als „fLEAP“ bekannt, welche den Verzicht auf die traditionelle Fine Metal Mask (FMM) ermöglicht, ein kostenintensives und schwer skalierbares Verfahren. Apples Entscheidung, beide Architekturen – QD-OLED und W-OLED – in der Evaluierungsphase zu berücksichtigen, dient der Absicherung gegen technologische Engpässe.
Diese Display-Migration im iMac folgt einer historischen Entwicklung in Apples Produktstrategie, bei der neue Display-Technologien schrittweise eingeführt werden. Zuvor wird erwartet, dass OLED-Technologie zuerst in der MacBook-Linie implementiert wird, mit Berichten über ein neu gestaltetes MacBook Pro mit OLED-Display für Ende 2026. Parallel dazu wird dem aktuellen 24-Zoll-iMac, der zuletzt im Oktober 2024 mit dem M4-Chip aktualisiert wurde, ein Übergangsupdate mit dem M5-Chip bevorstehen. Die angestrebte Helligkeit von 600 Nits würde die visuelle Performance des iMac auf das Niveau des aktuellen Studio Displays heben. Die Verzögerung bis 2029/2030 unterstreicht die Notwendigkeit, diese komplexen, hochauflösenden OLED-Panels für den Desktop-Einsatz zu perfektionieren, um Langlebigkeit und Bildqualität bei hoher Helligkeit zu gewährleisten, was bei OLED-Panels traditionell eine Herausforderung darstellt.

