Die Quantenbatterie lädt sich sofort auf.
Australisches Forscherkonsortium stellt Prototyp einer Quantenbatterie mit beschleunigter Ladekinetik vor
Bearbeitet von: Tetiana Pin
Ein Konsortium australischer Wissenschaftler, bestehend aus Vertretern der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) sowie der RMIT University und der University of Melbourne, gab am 18. März 2026 die Entwicklung eines ersten funktionsfähigen Prototyps einer Quantenbatterie bekannt. Diese neue Energiespeichertechnologie unterscheidet sich grundlegend von chemisch basierten Akkumulatoren, da sie Prinzipien der Quantenmechanik, insbesondere Superposition und Verschränkung, nutzt. Die Kerninnovation liegt in der drahtlosen Aufladung mittels eines gezielten Laserstrahls, wobei das Gerät spezielle, mehrschichtige organische Mikrohohlraumstrukturen zur Lichtabsorption verwendet, um Energie in elektrischen Strom umzuwandeln.
Die Ergebnisse dieser Forschung wurden in der Fachzeitschrift Light: Science & Applications veröffentlicht. Die zentrale, kontraintuitive Beobachtung dieser Arbeit betrifft die Skalierbarkeit der Ladezeit. Während bei herkömmlichen Batterien die Ladezeit mit zunehmender Größe tendenziell ansteigt, zeigte dieser Quantenprototyp eine beschleunigte Aufladung bei vergrößertem Aufbau, was auf eine massive parallele Absorption zurückgeführt wird. Dr. James Quach, leitender Forscher der CSIRO für Quantenwissenschaft und -technologien, bestätigte diese Erkenntnis. Er formulierte das langfristige Ziel, eine Zukunft zu ermöglichen, in der Elektrofahrzeuge schneller als mit fossilen Brennstoffen betankt werden können oder Geräte kabellos über größere Distanzen geladen werden.
Diese experimentelle Validierung eines fundamentalen Quanteneffekts stellt einen Fortschritt dar, da frühere theoretische Arbeiten, unter anderem von Dr. Quach während seiner Ramsay Fellowship an der University of Adelaide ab 2018, die Möglichkeit einer nahezu sofortigen Aufladung bei Vervielfachung der Einheiten postulierten. Der Prototyp lieferte konkrete Leistungsdaten, welche die theoretischen Vorhersagen untermauern. Es wurde nachgewiesen, dass die gespeicherte Energie ein Sechsfaches der Ladezeit überdauern konnte, was eine bemerkenswerte Energierückhaltefähigkeit für einen ersten Versuch darstellt. Ein wichtiger Schritt für die praktische Anwendbarkeit ist zudem die Tatsache, dass die gesamte Lade- und Speicherdynamik erfolgreich bei Raumtemperatur durchgeführt wurde, da viele Quantenexperimente extrem tiefe Temperaturen erfordern.
Die gegenwärtigen Limitationen der Technologie sind signifikant und stellen die unmittelbaren ingenieurtechnischen Herausforderungen dar. Das Forschungsteam stellte fest, dass die aktuelle Energiekapazität des Geräts mikroskopisch gering ist. Zudem fällt die Speicherdauer aufgrund der leichten Störung der hochsynchronisierten Quantenzustände durch Umwelteinflüsse kurz aus. Die Stabilisierung dieser empfindlichen Quantenkorrelationen, die durch Verschränkung entstehen, bildet einen kritischen Engpass für die Weiterentwicklung. Die Überwindung dieser Empfindlichkeit sowie die deutliche Verlängerung der Speicherdauer für eine kommerzielle Relevanz bilden den Fokus der nächsten Entwicklungsphasen. Die Forscher streben nun die Suche nach Risikokapital und Partnerschaften in der Automobilindustrie an, um den Übergang von der Grundlagenforschung zur angewandten Technik zu vollziehen.
Quellen
Notebookcheck
CSIRO
The Driven
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