Mariah Carey Eröffnungsauftritt
Zwei Flammen, ein gemeinsamer Rhythmus: Die Eröffnung von Milano–Cortina 2026
Bearbeitet von: Inna Horoshkina One
Am 6. Februar markierte die feierliche Eröffnungszeremonie der XXV. Olympischen Winterspiele Milano–Cortina 2026 den Beginn eines außergewöhnlichen sportlichen und kulturellen Ereignisses. Die Veranstaltung setzte sofort neue Maßstäbe und präsentierte sich als ein mutiges räumliches sowie kulturelles Experiment, bei dem Musik, tiefgreifende Symbolik und eine bewusste Dezentralisierung die zentralen Themen des Abends bildeten. Es war ein Auftakt, der die traditionellen Grenzen einer Eröffnungsfeier sprengte und Italien in seiner ganzen Vielfalt zeigte.
Ein besonderes Highlight des Abends waren die Auftritte internationaler Musikgrößen, die das Publikum weltweit begeisterten. Der legendäre italienische Tenor Andrea Bocelli und die US-amerikanische Pop-Ikone Mariah Carey verliehen der Zeremonie eine unvergleichliche emotionale Tiefe. Carey präsentierte ein speziell arrangiertes Medley, das eine zeitgenössische Version des italienischen Klassikers „Volare (Nel Blu Dipinto di Blu)“ sowie ihren eigenen motivierenden Titel „Nothing Is Impossible“ umfasste. Diese sorgfältig getroffene musikalische Auswahl unterstrich den Dialog zwischen den Epochen und verband das reiche italienische Kulturerbe nahtlos mit moderner Popkultur.
Die gesamte Zeremonie stand unter dem inspirierenden Leitmotiv „Armonia“ (Harmonie), das als roter Faden durch alle Programmpunkte führte. Dieser Begriff symbolisierte das harmonische Zusammenwirken verschiedenster Elemente – von der Geografie und der Kunst bis hin zum Spitzensport und modernster Technologie. Es war ein Aufruf zur Einheit in einer Welt, die oft von Fragmentierung geprägt ist, und stellte die verbindende Kraft der olympischen Idee in den Vordergrund.
Aufgrund des innovativen Formats dieser Spiele, die als die geografisch am weitesten verteilten in der gesamten Geschichte der Winterolympiaden gelten, fand die Eröffnung zeitgleich an vier verschiedenen Standorten statt: in Mailand, Cortina d’Ampezzo, Livigno und Predazzo. Das logistische und emotionale Herzstück der Feierlichkeiten war das berühmte San-Siro-Stadion in Mailand. Hier versammelten sich rund 60.000 Zuschauer in einer elektrisierenden Atmosphäre, um Zeugen dieses historischen Moments zu werden, der die gesamte Region Lombardei und Venetien miteinander verband.
Der absolute Höhepunkt des Abends war ein historisches Ereignis: das gleichzeitige Entzünden zweier olympischer Schalen an unterschiedlichen Orten. Eine Flamme loderte in Mailand am majestätischen Arco della Pace (Friedensbogen) auf, während die andere zeitgleich auf der Piazza Dibona in Cortina d’Ampezzo entfacht wurde. Die beeindruckenden kinetischen Schalen, die in enger Partnerschaft mit dem Unternehmen Fincantieri entwickelt wurden, sind eine künstlerische Hommage an die komplexen Knoten-Ornamente von Leonardo da Vinci. Sie symbolisieren auf eindrucksvolle Weise die Verbindung zwischen der Natur, der menschlichen Bewegung und der Brillanz des menschlichen Geistes.
Parallel zur Hauptshow im San-Siro-Stadion fand die traditionelle Parade der Nationen statt, die den Stolz und die Hoffnung der teilnehmenden Athleten widerspiegelte. Sportler aus insgesamt 92 Nationalen Olympischen Komitees nahmen an dem Umzug teil und unterstrichen damit das enorme Ausmaß sowie die kulturelle Vielfalt der globalen olympischen Gemeinschaft. Jede Delegation brachte ihre eigene Geschichte mit in dieses gemeinsame italienische Abenteuer.
Die gesamte Zeremonie wurde von der renommierten Balich Wonder Studio unter der kreativen Leitung von Marco Balich produziert. Die Inszenierung war eine tiefe Verbeugung vor dem italienischen Erbe – von der Pracht der Oper bis hin zur Eleganz der hohen Mode – und fungierte gleichzeitig als modernes Manifest der globalen Vernetzung. Dass die Athleten und die Feierlichkeiten über mehrere Städte verteilt waren, verdeutlichte das Bestreben der Organisatoren, die lokalen Gemeinschaften direkt in das olympische Erlebnis einzubeziehen und die Spiele zu einem Fest für das ganze Land zu machen.
Die Ehre, die letzten Fackelträger dieses Abends zu sein, gebührte drei Legenden des italienischen Sports: Alberto Tomba, Deborah Compagnoni und Sofia Goggia. Mit sichtlich bewegten Gesichtern entzündeten sie die olympischen Schalen und beendeten damit die beeindruckende 63-tägige Reise des olympischen Feuers, das zuvor quer durch ganz Italien getragen worden war. Dieser Moment markierte den offiziellen Übergang von der Erwartung hin zum sportlichen Wettkampf auf höchstem Niveau.
Welche Bedeutung hat dieses Ereignis für die Weltgemeinschaft? Durch die zwei gleichzeitig brennenden Schalen und die vier durch ein gemeinsames Szenario verbundenen Städte verwandelte sich Italien in eine lebendige Partitur, in der jede Region nicht nur als Kulisse, sondern als eigenständige, kraftvolle Stimme fungierte. Die Musik war an diesem Abend weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie war das Instrument, das verschiedene geografische Punkte zu einem einzigen, pulsierenden Rhythmus verschmolz – so, als ob der gesamte Planet für einen kurzen, magischen Moment im Einklang singen würde.
Quellen
British Vogue
TMZ
Olympic Opening Ceremony - Milano Cortina 2026 Winter Games
Mariah Carey sparkles in Diamonds at 2026 Winter Olympics Opening
The emotions of the Milano Cortina 2026 Opening Ceremony: Olympic values in a shared celebration
Winter Olympics Opening Ceremony 2026 Recap: Mariah Carey Charms the Crowd as the Games Begin - People.com
TMZ Sports
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