Generative KI-Werkzeuge prägen Musikschöpfung und Analyse neu

Bearbeitet von: Dmitry Drozd

Jüngste Fortschritte bei generativen Audio-Modellen etablieren Plattformen wie Suno und Udio als zentrale Akteure im Text-zu-Musik-Bereich. Diese Systeme sind in der Lage, vollständige Kompositionen allein auf Basis textueller Anweisungen zu generieren, was eine signifikante Verschiebung in der Musikproduktion darstellt. Marktforscher prognostizieren, dass der globale Markt für generative KI in der Musik von geschätzten 569,7 Millionen USD im Jahr 2024 auf voraussichtlich 2.794,7 Millionen USD bis zum Jahr 2030 anwachsen wird, was einer jährlichen Wachstumsrate von 30,5% entspricht.

Suno, mit Hauptsitz in Cambridge, Massachusetts, und gegründet im Jahr 2022, wird für die Erstellung von Kompositionen mit radiofreundlichen Strukturen gelobt, wobei Nutzer die intuitive Bedienung und die schnelle Generierung hervorheben. Die Plattform bietet mit der Funktion „Suno Studio“ eine webbasierte Workstation, die DAW-Funktionalitäten wie Stem-Extraktion und MIDI-Export für eine professionelle Nachbearbeitung integriert. Das Unternehmen wird aktuell mit 2,45 Milliarden USD bewertet.

Im Gegensatz dazu ermöglicht Udio eine detailliertere Steuerung durch die Definition von Arrangements abschnittsweise, was komplexere musikalische Schichtungen zulässt. Nutzer betonen häufig die höhere Qualität der Gesangsparts bei Udio, die als sauberer und menschlicher beschrieben werden, mit einer breiten Palette an Stimmen und Akzenten. Udio wurde von einem Team ehemaliger KI-Forscher von Google gegründet und hat Lizenzvereinbarungen mit Warner und Universal Music abgeschlossen; Sony Music hat diesen Schritt bislang nicht vollzogen.

Parallel zu diesen Text-zu-Musik-Anbietern bedienen spezialisierte Werkzeuge spezifische Nischen. AIVA (Artificial Intelligence Virtual Artist), gegründet im Februar 2016, konzentriert sich auf klassische und symphonische Musik. AIVA erlangte 2016 als erstes algorithmisches Kompositionssystem die offizielle Anerkennung als Komponist durch die Verwertungsgesellschaft SACEM und kann somit Urheberrechte beanspruchen. Soundraw positioniert sich als Lösung für Hintergrundmusik und vermeidet rechtliche Grauzonen, da die KI ausschließlich mit intern erstellter Musik trainiert wurde, wodurch Nutzer 100% der Tantiemen behalten können. Dies steht im Kontrast zu den anfänglichen Auseinandersetzungen von Suno und Udio mit großen Labels im Jahr 2024 wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen.

Die breitere Akzeptanz dieser Technologien manifestiert sich darin, dass laut einem IMS Business Report aus dem Jahr 2024 etwa 10% der Konsumenten generative KI zur Musikerschaffung nutzten, was einem Kreis von 60 Millionen Nutzern entspricht. Diese Entwicklung spiegelt ein wachsendes Bedürfnis der Zuhörer wider, aktiv am kreativen Prozess teilzuhaben, wobei die technologische Grundlage dieser Systeme häufig auf fortschrittlichen Transformer-Modellen basiert, die den Markt für generative KI in der Musik dominierten.

3 Ansichten

Quellen

  • Entrepreneur

  • PubMed

  • Entrepreneur

  • Soundcharts

  • YouTube

  • AIMC 2026

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