Netflix präsentiert Clint Bentleys Verfilmung von Denis Johnsons Roman „Train Dreams“
Bearbeitet von: An goldy
Die mit Spannung erwartete Adaption von Denis Johnsons Roman „Train Dreams“ (Originaltitel: „Мечты о поездах“) hat am 21. November 2025 ihren Weg auf die Streaming-Plattform Netflix gefunden. Diese digitale Veröffentlichung folgte auf einen begrenzten Kinostart in den Vereinigten Staaten, der am 7. November 2025 begann. Zuvor feierte das Werk seine Weltpremiere bereits am 26. Januar 2025 auf dem renommierten Sundance Film Festival.
Unter der Regie von Clint Bentley hat die filmische Umsetzung Kritikerlob erhalten, insbesondere für Bentleys Regiearbeit und die Darstellung des Protagonisten Robert Graniers durch Joel Edgerton. Der Film hat sich bereits in die Riege der Anwärter für Auszeichnungen eingereiht und wurde für die Gotham Film Awards 2025 in den Kategorien „Bester Film“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“ nominiert. Graniers Figur, ein Holzfäller und Eisenbahnarbeiter zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dient als tiefgründige Allegorie auf die amerikanische industrielle Expansion dieser Ära.
Die Fachpresse hebt Edgertons nuancierte Darstellung hervor, die die innere Zerrissenheit, den Schmerz und die tiefe Einsamkeit des Protagonisten meisterhaft einfängt. Es wird allgemein als eine seiner feinfühligsten schauspielerischen Leistungen betrachtet. Die Handlung spielt vor der Kulisse der rauen Landschaft des amerikanischen Nordwestens, genauer gesagt in den nördlichen Regionen Idahos und Washingtons. Hier gelang es dem Kameramann Adolfo Veloso, die unberührte Schönheit der Wälder eindrucksvoll einzufangen.
Im Zentrum der Erzählung steht Graniers Leben, sein kurzes Glück mit Gladys, gespielt von Felicity Jones, und die gemeinsame Tochter Kate, bevor eine unentrinnbare Tragödie ihn in die Isolation treibt. Jones liefert dabei einen zarten Gegenpol zu dem wortkargen Helden und unterstreicht die fragile Stabilität, die das Paar zu errichten versuchte. Ergänzt wird die starke Besetzung durch etablierte Namen wie William H. Macy in der Rolle des Arna Peoples und Clifton Collins Jr.
Das Werk wird für seine beeindruckende visuelle Sprache gelobt, die Vergleiche mit den Werken von Terrence Malick hervorruft. Ebenso wird die ergreifende Filmmusik von Bryce Dessner hervorgehoben, der bereits zuvor mit Bentley für den Film „Jockey“ zusammenarbeitete. Charakteristisch für „Train Dreams“ ist die erzählerische Zurückhaltung. Mit einer Laufzeit von nur etwas über 100 Minuten konzentriert sich der Film ganz auf die Innenwelt seiner Hauptfigur. Letztlich präsentiert sich der Film als eine elegische Hommage an jene Menschen, deren Lebenswege vom unaufhaltsamen Takt der Industrialisierung verschluckt wurden.
Quellen
Revista Bula
Gazeta Culturismo
Wikipedia
The Arts Shelf
AndersonVision
Revista Bula
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