Death Valley nähert sich dem Superbloom-Status nach ungewöhnlich hohen Niederschlägen im Herbst und Winter

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska

Wintrige Regenfälle verwandeln den Death Valley National Park in Felder goldener Blüten.

Der Death-Valley-Nationalpark erlebt gegenwärtig eine umfassende Wildblumenpracht, die kurz davor steht, den prestigeträchtigen Status eines sogenannten Superblooms zu erreichen. Es handelt sich dabei um das bedeutendste florale Ereignis seit der bemerkenswerten Blüte im Jahr 2016. Diese außergewöhnliche botanische Erscheinung ist unmittelbar auf eine ungewöhnlich feuchte Periode zurückzuführen. Zwischen November und den ersten Januarwochen verzeichnete der Park Niederschlagsmengen von etwa 2,5 Zoll, was den typischen Jahresdurchschnitt von weniger als 2 Zoll erheblich übersteigt.

Seltenes Wetter durchfeuchtet einen der trockensten Orte der Erde und löst dort eine Superblüte in Death Valley aus

Die Keimung dieser ephemeren Wüstenwildblumen ist maßgeblich von einer Sequenz anhaltender, sanfter Regenfälle abhängig. Im Gegensatz zu intensiven Sturzfluten ermöglichen diese moderaten Ereignisse den Samen, die für die Aktivierung notwendige Feuchtigkeit tiefgreifend zu absorbieren. Gemäß den verifizierten Zeitplänen des National Park Service ist damit zu rechnen, dass die aktuellen Blüten in den niedrigen Höhenlagen bis Mitte oder Ende März bestehen bleiben. In den höher gelegenen Regionen wird der Höhepunkt der Farbenpracht hingegen für den Zeitraum von April bis Juni prognostiziert.

Bunte Blumen bedecken Teile des heißesten Ortes in Nordamerika. Parkbeamte sagen, es sei das beste Superbloom seit 2016.

Die präzisen Bedingungen, die für ein solch lebhaftes Naturschauspiel erforderlich sind, setzen ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren voraus. In der Regel ist ein Regensturm von mindestens einem halben Zoll notwendig, um die schützende Schicht der Samen fortzuspülen. Darauf müssen gleichmäßig verteilte Niederschläge während der Winter- und Frühlingsmonate folgen. Frühere Superbloom-Jahre wie 2005 und 1998 profitierten von identischen Mustern, die oft mit El-Niño-Wetterphänomenen korrelieren, welche überdurchschnittliche Regenmengen in den Südwesten der Wüste lenken.

Unter der Vielzahl der derzeit sichtbaren Pflanzenarten sticht besonders das leuchtend gelbe Wüstengold, wissenschaftlich als Geraea canescens bekannt, hervor. Das Death Valley, das als der trockenste Ort Nordamerikas gilt, verzeichnet normalerweise einen durchschnittlichen Jahresniederschlag von lediglich 2,36 Zoll, was die Besonderheit der aktuellen Bodenfeuchtigkeit unterstreicht. Parkverantwortliche, darunter die amtierende stellvertretende Superintendentin Abby Wines, gaben an, dass das Ereignis zwar signifikant sei, jedoch eventuell nicht ganz den Maßstab vergangener Rekordblüten erreiche. Dennoch könnten lokalisierte Gebiete nahe Furnace Creek und dem unteren Badwater Basin als „lokale Superblooms“ bezeichnet werden.

Abseits des visuellen Spektakels erfüllen diese Massenblüten einen wichtigen ökologischen Zweck, da sie eine große Anzahl von Bestäubern wie Bienen, Schmetterlinge und Motten anziehen. Aufgrund der raschen Rückkehr extremer Hitze ist die Blütezeit jedoch flüchtig. Der Fotograf Elliot McGucken, der bereits die Blüte von 2016 dokumentierte, weist darauf hin, dass das Zeitfenster für die optimale Betrachtung sehr eng bemessen ist. Besucher werden vom National Park Service zudem ermahnt, auf den befestigten Wegen zu bleiben. Dies soll eine Bodenverdichtung verhindern, welche die Wasseraufnahme für künftige Pflanzengenerationen beeinträchtigen könnte. Die aktuellen Wetterbedingungen führten zudem zur temporären Neubildung des Lake Manly im Badwater Basin – ein weiteres seltenes Phänomen, das eng mit signifikanten Feuchtigkeitsperioden verknüpft ist.

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Quellen

  • NBC News

  • Vertex AI Search

  • Vertex AI Search

  • Vertex AI Search

  • Vertex AI Search

  • Babcock & Wilcox

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