Tuttle Capital lanciert ETF mit Fokus auf den Nachweis außerirdischer Intelligenz

Autor: Uliana S.

Tuttle Capital hat den Start eines aktiv verwalteten börsengehandelten Fonds (ETF) unter dem Tickersymbol BATS:UFOD bekannt gegeben. Die Anlagestrategie dieses Fonds ist untrennbar mit einem hypothetischen, aber monumentalen Ereignis verbunden: der offiziellen Bestätigung der Existenz nicht-menschlicher Intelligenz durch staatliche Stellen. Der Handel begann offiziell am 4. Februar 2026, wobei das Hauptziel darin besteht, von den massiven technologischen Umwälzungen und den steigenden Staatsausgaben zu profitieren, die auf eine solche Ankündigung folgen dürften.

Der ETF wird an der BATS-Börse gehandelt, einer Handelsplattform, die im Juni 2005 als „Better Alternative Trading System“ ins Leben gerufen und im Jahr 2017 von Cboe Global Markets übernommen wurde. Das Kernkonzept von UFOD stützt sich auf die spekulative These des sogenannten „Disclosure Day“ – jener Tag, an dem Regierungen weltweit die Existenz außerirdischen Lebens formell anerkennen könnten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Portfolio aktiv verwaltet und umfasst sowohl Long- als auch Short-Positionen. Diese Flexibilität ermöglicht es den Managern, Risiken abzusichern oder gezielt auf den Niedergang veralteter Industriesektoren zu setzen.

Die Anlagestrategie konzentriert sich auf Unternehmen, von denen angenommen wird, dass sie Pionierarbeit in der Erforschung geheimer Technologien leisten. Dazu gehören die Entwicklung neuartiger Legierungen oder Metamaterialien, die möglicherweise auf geborgenen Artefakten basieren, sowie Firmen, die sich auf die Erkennung unidentifizierter anomaler Phänomene (UAP) und entsprechende Abwehrsysteme spezialisiert haben. Ein herausragendes Merkmal des Fonds ist der Einsatz eines auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Bewertungssystems. Dieses System analysiert potenzielle Profiteure sowie Unternehmen, die durch radikale technologische Durchbrüche gefährdet sein könnten. Parallel dazu kann der Fonds Leerverkäufe gegen traditionelle Energie- und Antriebsunternehmen tätigen, die im Falle eines technologischen Paradigmenwechsels vom Markt verdrängt werden könnten.

Zu den potenziellen Gewinnern dieser Entwicklung zählen namhafte Akteure der Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsindustrie, darunter Branchenriesen wie Lockheed Martin (LMT) und Boeing (BA). Die Kostenquote (Expense Ratio) für den UFOD-ETF wurde auf 0,99 % festgesetzt. Unmittelbar nach dem Börsendebüt am 5. Februar 2026 verzeichnete der Markt ein erhebliches Interesse, wobei der Aktienkurs des ETF nahe an Rekordniveaus notierte. Technische Indikatoren gaben zum Stand vom 7. Februar 2026 ein klares „Strong Buy“-Signal aus, was den anfänglichen Enthusiasmus der Anleger widerspiegelt.

Mit der Einführung von UFOD setzt Tuttle Capital seine Tradition fort, thematisch orientierte und oft kontroverse ETFs zu kreieren. Ein Beispiel hierfür ist der zuvor vorgeschlagene Tuttle Government Grift ETF (GRFT), der Berichten zufolge Schwierigkeiten bei der Notierung an großen Börsen hatte. Die Relevanz dieses neuen Vorstoßes wird durch die jüngsten Anhörungen im US-Kongress zum Thema UAP und die Aussagen ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter untermauert, die das Thema in den gesellschaftlichen Mainstream gerückt haben. Dennoch bleibt der Erfolg des Fonds vollständig von einem hypothetischen Ereignis abhängig, was ihn zu einem hochspekulativen Finanzinstrument macht.

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