Giganten der Erde: Biologische Rekorde bei Walen und Elefanten

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die größten Säugetiere der Erde demonstrieren eine Erhabenheit in Masse und Ausdehnung, die fundamentale ökologische Funktionen in Ozeanen und Savannen erfüllt. Diese imposanten Kreaturen agieren als Ingenieure der Ökosysteme und Regulatoren der Nahrungsnetze. Die Betrachtung der biologischen Rekordhalter unter den Walen und den terrestrischen Kolossen legt eine Neubewertung ihrer Rolle im globalen Gleichgewicht nahe.

Der Blauwal (*Balaenoptera musculus*) hält den Titel des größten jemals existierenden Tieres, dessen Dimensionen selbst die größten ausgestorbenen Dinosaurier übertreffen. Diese Meeressäuger können Längen von bis zu 33 Metern erreichen und ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen aufweisen, was dem Gewicht von etwa 30 ausgewachsenen Elefanten entspricht. Allein das Herz des Blauwals ist mit einem Kleinwagen vergleichbar, und seine Zunge kann über vier Tonnen wiegen. Die Ernährung stützt sich fast ausschließlich auf Krill, den er täglich tonnenweise durch seine Barten filtert. Die IUCN stuft die Art weiterhin als stark gefährdet ein. Die Präsenz von Blauwalen beeinflusst die Krillbestände positiv, da ihr Kot Eisen freisetzt, welches das pflanzliche Plankton düngt, eine positive Rückkopplung für die Nahrungsquelle.

Als größtes Landtier etabliert sich der Afrikanische Savannen-Elefant (*Loxodonta africana*), der bis zu 7 Tonnen wiegen und eine Höhe von etwa 3,7 Metern erreichen kann. Seine Rüsselfunktion und die Stoßzähne sind unverzichtbare Werkzeuge für das Überleben und die Gestaltung der Umwelt. Die IUCN stuft den Afrikanischen Savannen-Elefanten seit der Neubewertung im März 2021 als „Gefährdet“ ein, während der Afrikanische Wald-Elefant (*Loxodonta cyclotis*) als „Vom Aussterben bedroht“ gelistet wird. Historisch war Wilderei die Hauptursache für den Populationsrückgang; Habitatverlust und -fragmentierung durch menschliche Expansion stellen heute die größten Herausforderungen dar. Die Populationen der afrikanischen Elefanten sind von geschätzten 1,2 Millionen Tieren in den 1970er Jahren auf rund 500.000 Tiere gesunken.

Weitere bemerkenswerte Giganten sind der Finnwal (*Balaenoptera physalus*), der mit bis zu 27 Metern Länge den zweiten Platz unter den Meeressäugern einnimmt. Dieser Wal erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h, wobei seine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit zwischen 9 und 15 km/h liegt. Finnwale, die in fast allen Ozeanen vorkommen, ernähren sich täglich von bis zu zwei Tonnen Krill und kleinen Schwarmfischen. Der Südliche See-Elefant (*Mirounga leonina*) gilt als größtes lebendes Raubtier der Welt, mit Männchen, die bis zu 3,5 Tonnen wiegen. Diese Entwicklung zur Gigantismus bei Meeressäugern bietet signifikante thermische Vorteile zur Aufrechterhaltung stabiler Körpertemperaturen in anspruchsvollen Umgebungen. Der Schutz dieser massiven Organismen ist fundamental für die Bewahrung ausgedehnter Meeres- und Landflächen und sichert die Diversitätsbalance.

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Quellen

  • Perfil Brasil

  • Onjornal

  • CPG Click Petróleo e Gás

  • Exame

  • InfoEscola

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