Provinz Santa Fe: 501 Wildtiere 2025 erfolgreich ausgewildert; Fokus auf Rehabilitation

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Das Umwelt- und Klimawandelministerium der Provinz Santa Fe meldete die erfolgreiche Freilassung von insgesamt 501 Wildtieren im Kalenderjahr 2025. Diese Bilanz unterstreicht das fortlaufende Engagement der Provinz für den Schutz der heimischen Biodiversität und die Wiederherstellung bedrohter Ökosysteme. Die Gesamtzahl der Auswilderungen setzte sich aus 412 Vögeln, 79 Säugetieren und 10 Reptilien zusammen, womit die konsequente Umsetzung der provinzialen Naturschutzpolitik bestätigt wurde.

Die Freilassungen im Jahr 2025 stellten einen Meilenstein dar, da die Provinz einen Plan vertiefte, der die Rehabilitation und Auswilderung von über 520 Exemplaren ermöglichte, wobei Vögel die Mehrheit bildeten. Ein signifikanter Anteil der in Obhut genommenen Tiere stammte aus Situationen, die mit illegalem Wildtierhandel oder der Haltung als illegale Heimtiere in Verbindung standen. Der illegale Wildtierhandel in Argentinien stellt eine ernste ökologische Bedrohung dar; Schätzungen zufolge sterben etwa 90 % der gefangenen Tiere während des Transports an Überfüllung, Dehydrierung und extremem Stress.

Zu den bemerkenswerten Freilassungen des Jahres gehörte die Wiedereingliederung eines Ozelots in der Region San Cristóbal sowie die Rückführung des Breitschnauzenkaimans (Caiman latirostris) namens Ricardito. Ricardito erlangte besondere Aufmerksamkeit, da er am 28. Dezember 2025 nach über einem Jahrzehnt in ungeeigneter Gefangenschaft, zuletzt im Instituto Malbrán, wieder in seinen natürlichen Lebensraum entlassen wurde. Diese erfolgreiche Wiedereingliederung war das konkrete Ergebnis einer öffentlichen Politik, die wissenschaftliche Evidenz und institutionelle Verantwortung priorisiert, nachdem das Tier monatelang im Zentrum La Esmeralda auf seine Freilassung vorbereitet wurde.

Die Rehabilitation umfasste monatelange Kontrollen der sanitären, ökologischen und Verhaltensbedingungen, um die Überlebensfähigkeit in der Natur zu gewährleisten. Die administrativen und operativen Tätigkeiten für diese Wiederherstellungsmaßnahmen werden vom Criif La Esmeralda Rettungszentrum koordiniert, das dem Ministerium für Umwelt und Klimawandel untersteht. Dieses Zentrum beherbergt zwischen 1500 und 2000 Tiere, darunter viele, die als vom Aussterben bedroht gelten, wie der Gelbe Kardinal und der Puma.

Zur weiteren Verbesserung der Rehabilitationsstandards wird das Zentrum La Esmeralda modernisiert, wobei Mittel von der Französischen Entwicklungsagentur (AFD) bereitgestellt werden. Die erste Phase dieser Modernisierung sieht den Bau eines Schulungszentrums, eines Verwaltungsbereichs, eines Mehrzweckraums sowie von Quarantänebereichen und Wasserreservoirs vor, um La Esmeralda als einen Ort des Lernens und bürgerschaftlichen Engagements zu etablieren. Die fachgerechte Vorbereitung von Tieren wie Ricardito auf die Rückkehr in die Ökosysteme ist entscheidend, da unvorbereitete Freilassungen von ehemaligen Haustieren oft zum Tod der Tiere führen. Die Bemühungen in Santa Fe stehen im Einklang mit nationalen Strategien in Argentinien zur regional koordinierten Bekämpfung des Wildtierhandels.

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Quellen

  • Rosario3

  • Via Libre

  • Rosario Nuestro

  • Radio EME

  • Diario La Opinión de Rafaela

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